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STADT: Für Carparking Luzern: «120 Franken pro Stunde sind realistisch»

Zur Lösung für die Carparkplatz-Problematik in der Stadt Luzern schlagen private Initianten ein unterirdisches Parkhaus unter dem Schweizerhofquai vor. Ein Parkplatz soll 120 Franken pro Stunde kosten. Das dürfe man in Luzern an einem so gut gelegenen Ort wohl verlangen, heisst es nun bei Gössi Carreisen.
So sähe das Seeparking aus. (Bild: Grafik: Martin Ludwig)

So sähe das Seeparking aus. (Bild: Grafik: Martin Ludwig)

«Dieser Preis ist absolut realistisch», sagt Marco Gössi auf Anfrage unserer Zeitung. Die Familien-Firma ist ein führendes Carreise-Unternehmen in der Zentralschweiz. Gössi-Carreisen würde mit seinen Cars das Seeparking Schweizerhofquai zwar nicht selber nutzen. «Denn wir bieten ausschliesslich Outgoing-Carreisen an, das heisst Reisen ab Luzern in andere Städte», sagt Marco Gössi, Geschäftsleitungsmitglied von Gössi-Carreisen. Das Seeparking Schweizerhofquai ist in erster Linie für den Incoming-Tourismus nach Luzern gedacht. In Städten wie Venedig, Verona oder Salzburg zahle man zwar etwas weniger, doch in Luzern sei ein Preis von 120 Franken angemessen - «angesichts der professionellen Lösung an einer attraktiven, sehr zentralen Lage des Seeparkings Schweizerhofquai».

«Luzern verkaufte sich jahrelang zu billig»

Die Frage sei allerdings, ob auch die Car-Unternehmen, welche Reisen nach Luzern anbieten, bereit wären, diesen Preis zu zahlen, sagt Gössi: «Das sind vorwiegend ausländische, häufig italienische Carunternehmen, die ihre Kunden oft zu regelrechten Dumpingpreisen nach Luzern fahren», sagt Gössi. Für sie könnten 120 Franken viel Geld sein.

Heute betragen die Standgebühren für Cars in der Stadt Luzern je nach Standort lediglich bis zu 10 Franken pro Stunde. «Luzern hat sich diesbezüglich jahrelang viel zu billig verkauft», sagt Gössi. Das Seeparking soll 37 Carparkplätze umfassen. Die Initianten rechnen mit einer durchschnittlichen Parkdauer von zwei Stunden pro Car.

Für Gössi selber keine Lösung

Grundsätzlich hält Marco Gössi das Seeparking Schweizerhofquai für eine gute Idee. Für sein eigenes Unternehmen würden die Parkplatzprobleme dadurch aber nicht gelöst, betont Gössi: «Wir sind auf die Ein- und Ausladeplätze beim Inseli angewiesen. Wenn diese wegfallen, könnten wir für unsere Bedürfnisse nicht ins Seeparking ausweichen.» Und Carparkplätze auf der Allmend, wie vom Stadtrat vorgeschlagen, würden für die Kundinnen und Kunden zusätzliche Reisezeit vom und zum Bahnhof bedeuten.

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

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