STADT: Kater Lucky entrinnt nur knapp dem Gifttod

Innerhalb von zwei Wochen werden im Luzerner Obergrundquartier vier Katzen gefunden alle mit starken Vergiftungssymptomen.

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Laura und Paul Assmus besuchen ihren Kater Lucky in der Tierklinik Obergrund. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Laura und Paul Assmus besuchen ihren Kater Lucky in der Tierklinik Obergrund. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Donnerstagmorgen an der Steinhofstrasse in Luzern. Es ist Essenszeit für Lucky. Doch der dreieinhalbjährige Kater ist nicht zu Hause, sein Fressnapf unberührt. «Er ist am Mittwochabend losgezogen, aber zum Zmorge nicht wieder heimgekommen», sagt Stéfanie Assmus, die Besitzerin des Katers. Was sie nicht weiss: Zu diesem Zeitpunkt liegt ihr Büsi mit Vergiftungen in der Tierklinik Obergrund in Luzern und kämpft um sein Leben. Um 11 Uhr wird Stéfanie Assmus von der Klinik informiert, dass jemand ihren Kater abgegeben hat.

Beim Alterswohnheim gefunden
Der Kater ist nicht das einzige Tier, das in der Klinik landete. «Er ist die vierte Katze innert zwei Wochen, die mit Vergiftungen bei uns eingeliefert wird», sagt Isler. Auffällig ist, dass auch die anderen Tiere in der Nähe des Alterswohnheims gefunden wurden. Das Gute an der Geschichte: Alle vier Katzen haben überlebt. Stéfanie Assmus hat den Vorfall noch am Donnerstag bei der Polizei gemeldet. Bruno Maurer, kantonaler Veterinärpolizist: «Sie hat richtig gehandelt.» Ausserdem sei es ratsam, am Ort, wo die Katze gefunden wurde, die Augen offen zu halten und nach Spuren zu suchen egal ob es sich um eine präparierte Wurst oder etwas anderes handle.

Nicht nur wer vorsätzlich Tiere vergiftet, macht sich strafbar. Auch wer fahrlässig handelt, indem er zum Beispiel unerlaubte Substanzen für Pflanzenschutz verwendet, verstösst gegen das Gesetz. Solche Vergehen können laut Tierschutzgesetz mit Haft oder Busse von bis zu 20'000 Franken bestraft werden.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.