Stadt Kriens will für knapp 4 Millionen Franken die Schulen technisch aufrüsten

In der Sekundarschule sollen alle Schülerinnen und Schüler ein eigenes Notebook erhalten. Einige Beschaffungen werden aus Spargründen allerdings gestaffelt ausgeführt.

Stefan Dähler
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Blick ins Schulhaus Roggern in Kriens.

Blick ins Schulhaus Roggern in Kriens.

Bild: Roger Grütter (11. Mai 2020)

Im Rahmen der Umstellung auf den Lehrplan 21 müssen die Gemeinden ihre IT-Ausrüstung an den Schulen stark ausbauen. Dies, weil digitale Kompetenzen mit dem neuen Lehrplan mehr Gewicht erhalten. Der Kanton empfiehlt, dass auf Sekundarschulstufe alle Schüler über ein persönliches Notebook verfügen. In der 3. bis 6. Primarklasse soll ein Notebook für zwei Kinder vorhanden sein, in der 1. und 2. Klasse ein Tablet für vier Kinder.

Um diese Vorgabe zu erfüllen, beantragt der Krienser Stadtrat beim Einwohnerrat nun einen Sonderkredit von 3,9 Millionen Franken. Dieser umfasst die Ausgaben für die IT-Infrastruktur vom laufenden Jahr bis 2025. Dieser Betrag deckt nicht nur die Beschaffung von Geräten wie Notebooks, Tablets oder digitalen Präsentationsgeräten ab, er enthält auch 1,5 Millionen für die Einrichtung von WLAN in den Schulhäusern. Bisher sind nur die kürzlich sanierten Schulhäuser Brunnmatt und Kirchbühl, sowie Roggern 2 und Meiersmatt 2 entsprechend ausgerüstet.

WLAN wird teils erst 2022 eingebaut

Aufgrund der knappen Stadtfinanzen will der Stadtrat die Aufrüstung gestaffelt umsetzen. Er schlägt vor, einige Schulhäuser erst 2022 mit WLAN auszurüsten. Weiter soll die Beschaffung der Notebooks und Tablets für die 3. und 4. Primarstufe auf die Jahre 2021 und 2022 verteilt werden. Das heisst, im ersten Jahr ist eine Ausstattung von einem Notebook für vier Schüler vorgesehen. Mit dieser Staffelung soll der Investitionsplafonds in der Höhe des Cash Flow eingehalten werden, sodass die Schulden der Stadt nicht weiter ansteigen.

«Wir setzen damit einen Auftrag des Einwohnerrats sowie der Kommission für Finanzen und Gemeindeentwicklung und der Kommission für Bildung, Soziales und Gesundheit um», sagt Bildungsvorsteher Marco Frauenknecht (SVP). Die Forderungen sind im Rahmen der Behandlung des Planungsberichts zu den IT-Beschaffungen vor einigen Monaten geäussert worden. Dass durch die gestaffelte Beschaffung ein Nachteil für die betroffenen Klassen entsteht, glaubt Frauenknecht nicht. Die Lehrpersonen würden damit umgehen können. Frauenknecht:

«Natürlich wäre es optimal, wenn wir möglichst schnell ein Gerät für zwei Kinder beschaffen könnten. Doch die vorliegende Lösung ist ein Kompromiss, mit dem ich zufrieden bin.»

Auf der Sekstufe haben die Beschaffungen im laufenden Jahr schon begonnen, bis 2022 sollen alle Klassen ausgerüstet sein. Für die 5. und 6. Klasse sollen die Notebooks nächstes Jahr beschafft werden, für die 1. und 2. Klasse 2022.