Stadt Luzern
Ab November wird das Reussufer an der Bahnhofstrasse stabilisiert – die Fische erhalten ein neues Zuhause

Die Ufermauer an der Bahnhofstrasse ist unterspült – zur Freude der Fische, die in den Hohlräumen Unterschlupf finden. Doch die Mauer wird bald saniert, die Fische müssen dann mit Holzbündeln vorlieb nehmen.

Robert Knobel
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Direkt an der Reuss sind diese Velos parkiert. Die Mauer, auf der sie stehen, bröckelt.

Direkt an der Reuss sind diese Velos parkiert. Die Mauer, auf der sie stehen, bröckelt.

Bild: Eveline Beerkircher

Die Reussufermauer entlang der Luzerner Bahnhofstrasse ist in einem sehr schlechten Zustand. Deshalb muss sie saniert werden (wir berichteten). Jetzt liegt das Baugesuch auf. Die rund 680'000 Franken teure Instandstellung der Ufermauer soll bereits im November beginnen. Die Arbeiten werden 2–3 Monate dauern. Vorgesehen ist, die unterspülten Mauerfundamente zu reparieren und zu betonieren. Die Arbeiten betreffen in erster Linie die Teile der Mauer, die unter Wasser liegen. Ein intaktes Mauerfundament ist auch im Hinblick auf die geplante unterirdische Velostation wichtig. Diese soll bis auf zwei Meter an das Reussufer heran reichen. Der sichtbare obere Teil der Ufermauer soll erst nach Fertigstellung der Velostation saniert werden.

27 Quadratmeter unter der Mauer sind unterspült

Die unterspülte Fläche der Ufermauer beläuft sich auf insgesamt 27 Quadratmeter. Aus Sicht der Menschen ist dies ein Risiko. Für die Fische hingegen bietet die bröckelnde Mauer wertvolle Rückzugsgebiete, die mit der Sanierung zerstört werden. Deshalb plant die Stadt Ersatzmassnahmen. So sollen grosse Wurzelstöcke oder sogenannte Faschinen (Bündel aus dünnen Baumstämmen) am Boden der Reuss befestigt werden. Die Faschinen sind jeweils rund 5 Meter lang und 60 Zentimeter hoch. Sie sollen in strömungsarmen Bereichen der Reuss platziert werden – etwa hinter der Seebrücke beim Marronihäuschen oder neben dem Wasserturm – und so den Fischen neuen Unterschlupf bieten.

Bild einer Faschine – ein Bündel aus dünnen Baumstämmen.

Bild einer Faschine – ein Bündel aus dünnen Baumstämmen.

Bild: Stadt Luzern

An der Ecke Seebrücke/Bahnhofstrasse wird zudem ein Betonrohr entfernt, das am Reussboden liegt. Dieses diente früher als Entwässerungsrohr, wird aber heute nicht mehr gebraucht.

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