STADT LUZERN: Am-Rhyn-Haus soll wieder belebt werden

Das Am-Rhyn-Haus steht seit 2008 leer. Nun plant der Stadtrat das Gebäude wieder zu beleben. Unabhängig von der zukünftigen Nutzung ist eine Sanierung dringend nötig.

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Der Innenhof des Am-Rhyn-Haus an der Furrengasse in Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Innenhof des Am-Rhyn-Haus an der Furrengasse in Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Am-Rhyn-Haus steht unter kantonalem und eidgenössischem Denkmalschutz. Es ist historisch, baulich und funktionell eng mit dem Rathaus verknüpft. Der Stadtrat beantragt nun aufgrund der Ergebnisse einer Arbeitsgruppe, den Hausteil Richtung Furrengasse – in dem bis Frühling 2008 das Picasso-Museum war – künftig für Büro-, Praxis- oder Wohnzwecke zu vermieten. Der Hausteil Richtung Reuss soll deutlich zurückhaltender genutzt werden. Es soll wegen seiner historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung mit gewissen Einschränkungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Stimmt der Grosse Stadtrat diesem Entwicklungskonzept zu, wird in einem nächsten Schritt eine konkrete und detaillierte Nutzungslösung und ein Betriebskonzept erarbeitet, das auch Aussagen zu den Investitions- und Betriebskosten sowie deren Finanzierung enthält.

Filigranes Hinterhaus, robustes Vorderhaus
Das Hinterhaus Richtung Reuss stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist in seiner Grösse und Qualität aussergewöhnlich. Die Bausubstanz, der Innenausbau und die Einrichtung sind filigran und wurden bisher nur wenig verändert. Das Vorderhaus Richtung Furrengasse ist robuster gebaut, weshalb dieser Gebäudeteil intensiver genutzt werden kann. Die Räume sind zurzeit stark unternutzt. Weil seit dem Auszug des Picasso-Museums die Nutzung des Am-Rhyn-Hauses nicht bestimmt war, wurden in den letzten Jahren nötige Unterhaltsarbeiten verschoben.

Die Innenfassade ist sanierungsbedürftig. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Sanierung dringend nötig
Um die Bausubstanz zu erhalten, muss das Am-Rhyn-Haus – unabhängig von der zukünftigen Nutzung – saniert werden. Dazu gehören unter anderem die Sanierung der beiden Dächer und der Aussenfassade sowie statische Massnahmen an der reussseitigen Fassade. Dazu beantragt der Stadtrat beim Parlament in einer zweiten Vorlage einen Kredit von 1,2 Millionen Franken.

pd/bep