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STADT LUZERN: Asiatische Miet-Velos brauchen in Luzern nun doch eine Bewilligung

Die Veloverleih-Firmen Obike aus Singapur und Ofo-Bike aus China wollen den Luzerner Markt erobern. Doch nun will auch die Stadt ein Wörtchen mitreden.
Eines der rund 900 Obike-Mietvelos in der Stadt Zürich. (Bild: KEYSTONE/Walter Bieri, (14. August 2017, Zürich))

Eines der rund 900 Obike-Mietvelos in der Stadt Zürich. (Bild: KEYSTONE/Walter Bieri, (14. August 2017, Zürich))

Diese Woche hätte die asiatische Firma Obike ihren Veloverleih mit rund 500 Fahrrädern in der Stadt Luzern starten wollen. Daraus wird nun vorläufig nichts. Der Luzerner Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) bestätigt einen entsprechenden Bericht von Tele1. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Aufstellen der Mietvelos bewilligungspflichtig ist», sagt Borgula. Schliesslich handle es sich um die Nutzung von öffentlichem Grund für gewerbliche Zwecke. Der Stadtrat will nun zusammen mit Obike die Rahmenbedingungen und Kriterien definieren, damit die Velos in der Stadt aufgestellt werden können.

Noch vergangene Woche sagte Martin Urwyler vom städtischen Tiefbauamt gegenüber unserer Zeitung, dass das Aufstellen der Mietvelos keine Bewilligung brauche, da es keine fixen Standorte gebe. Das Prinzip von Obike basiert nämlich darauf, dass die Velos keine fixen Standplätze haben. Die Nutzer stellen das Velo nach Gebrauch einfach irgendwo ab. Dem nächsten Nutzer wird der Standort dann per GPS bekannt gegeben. Bei Obike heisst es auf Anfrage, dass man das Vorgehen der Stadt akzeptiere und daher nicht eigenmächtig Velos aufstellen werde. Man strebe ein gutes Verhältnis zu den Luzerner Behörden an und wolle daher kooperieren.

Dass die Stadt nun doch eine Bewilligung verlangt, hat auch damit zu tun, dass es neben Obike noch weitere Interessenten für Veloverleih gibt. Am Freitag ist ein Treffen zwischen der Stadtverwaltung und der chinesischen Firma Ofo-Bike geplant. Auch Ofo-Bike plant, in der Stadt Luzern aktiv zu werden. Damit der plötzliche Mietvelo-Boom in geordneten Bahnen verläuft, will der Stadtrat nun Kriterien für die Verleihfirmen definieren. Sollten künftig noch weitere Firmen auf den Luzerner Markt drängen, stellt sich gemäss Adrian Borgula irgendwann die Frage nach einer öffentlichen Ausschreibung.

Stadt Uster lässt Velos einsammeln

Das abrupte Auftreten der asiatischen Velo-Firmen sorgt auch in anderen Stadtverwaltungen für Aufregung. In Uster liess die Stadt sogar rund 20 O-Bikes auf Strassen und Trottoirs einsammeln. Grund: Die Firma Obike habe die Velos ohne vorgängige Rücksprache mit der Stadt aufgestellt. Nun hat die Stadt Uster mit den Betreibern Kontakt aufgenommen, um Kriterien fürs Aufstellen der Velos zu definieren. Das berichtet der Tages-Anzeiger.

rk/std

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