Stadt Luzern
Auch nächstes Jahr kann man auf der Ufschötti den Abfall trennen

Das neue Entsorgungssystem hat sich grundsätzlich bewährt, heisst es bei der Stadt. Allenfalls kommt es noch zu Anpassungen.

Stefan Dähler
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Der Winter naht. Sichtbar wird das auch auf der Luzerner Ufschötti, wo die im Frühling aufgestellten neuen Entsorgungsstationen im Verlauf der letzten Woche wieder abgeräumt worden sind. An sieben Standorten konnte man über die warmen Monate den Abfall getrennt entsorgen. Es gab Behälter für Glas, Pet, Alu und Restmüll.

Eine Abfall-Trennstation auf der Ufschötti.

Eine Abfall-Trennstation auf der Ufschötti.

Bild: Stadt Luzern

Die Trennstationen wurden erstmals 2020 in einem Pilotversuch getestet. In diesem Jahr die passte die Stadt das Konzept an und realisierte drei Stationen mehr als 2020, weil damals in Rückmeldungen die längeren Wege teils kritisiert worden waren.

Ausweitung auf weitere Areale wird geprüft

Welches Fazit zieht die Stadt nach dem zweiten Versuchsjahr? «Grundsätzlich hat sich das neue Entsorgungssystem bewährt», sagt Sandrine Gisler vom Strasseninspektorat. Man werde auch nächsten Frühling auf der Ufschötti wieder ein solches installieren. Mögliche Anpassungen und allfällige Ausweitungen auf weitere Areale würden in den nächsten Monaten definiert.

Wie erwähnt hat die Stadt dieses Jahr mehr Entsorgungsstationen aufgestellt als 2020. Welchen Effekt hatte dies? «Aus ersten Rückmeldungen von der Anwohnerschaft haben wir vernommen, dass die Lärmbelastung abgenommen hat, weil die Stationen sich weiter weg von den Häusern befanden als letztes Jahr», sagt Gisler. Eine Umfrage zu diesem Thema werde noch durchgeführt. Die Abfallmenge, die auf der Wiese liegen bleibt, werde nicht im Detail erfasst, habe sich aber im Grossen und Ganzen im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. «Das Hauptziel war, dass mehr Abfall getrennt wird, was auch der Fall war. Darum sind wir zufrieden mit dem neuen System», sagt Gisler. «Auch wenn es natürlich wünschenswert wäre, wenn auch das Littering-Problem entschärft würde.»

Nasser Juli führte zu schlechterer Trenn-Disziplin

Bezüglich Abfalltrenn-Disziplin habe sich gezeigt, dass es jeweils eine Weile dauere, bis sich das System etabliert. «2020 stellten wir eine kontinuierliche Lernkurve fest. Der Fremdstoff-Anteil im Abfall ging konstant zurück», sagt Gisler. Der Anteil von PET, Alu und Glas im Restmüll sei damals von 34 auf 15 Prozent gesunken. Dieses Jahr sei die Entwicklung zunächst ähnlich verlaufen. So habe etwa der Fremdstoff-Anteil in den Alu-Behältern von Mai bis Juli von 20 auf 12 Prozent abgenommen. Nach den vielen Regenfällen und dem Hochwasser im Juli sei es zu einem Rückschritt gekommen. «Als im August das Wetter besser wurde und wieder mehr Leute auf die Ufschötti kamen, stieg der Fremdstoffanteil wieder kurzzeitig an, danach ging er dann aber wieder zurück. Das zeigt, dass jeweils eine Eingewöhnungszeit nötig ist.»

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