STADT LUZERN: Aus Hausbesetzern werden legale Mieter

Neben dem «Geissmättli» gibt es in der Stadt Luzern noch ein zweites besetztes Haus. Dieses allerdings wird ganz legal bewohnt – von offiziellen Mietern.

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Ein besetztes Haus. (Symbolbild Peter Appius/Neue LZ)

Ein besetztes Haus. (Symbolbild Peter Appius/Neue LZ)

Noch immer hat die Polizei das «Geissmättli» an der St.-Karli-Strasse nicht geräumt. Die städtische Liegenschaft wird seit drei Wochen von einer anonymen Gruppe besetzt.

Doch es gibt in Luzern noch ein weiteres besetztes Haus, das der Stadt gehört. Seit fast einem Jahr leben mehrere Personen im leer stehenden Gebäude an der Brambergstrasse 7. Notfalls sollte die Polizei zur Räumung beigezogen werden, hiess es vor einem Jahr. Doch getan hat sich – wie beim «Geissmättli» – bis anhin nichts.

Der Unterschied zum «Geissmättli»: Seit November besteht zwischen dem Verein Jobdach und drei Bewohnern des Hauses an der Brambergstrasse ein so genannter Notmietvertrag.

Daniel Bernet, Stabschef der Luzerner Baudirektion ad interim erklärt auf die Frage, warum das Haus nach über einem Jahr noch nicht geräumt worden sei: «Weil das Umzonungsverfahren pendent ist, bleibt der Zeitpunkt des Abrisses noch offen. Deshalb ist diese Zwischennutzung möglich.»

Daniel Schriber/Neue LZ; ana