STADT LUZERN: Bahnhofplatz Luzern: Massnahmen fruchten

Um die Situation am Bahnhofplatz Luzern zu verbessern, wurden für den Sommer 2009 verschiedene Massnahmen getroffen. Die Stadt zieht eine positive Bilanz.

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Blick vom Bahnhofsdach auf den Bahnhofsplatz Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Blick vom Bahnhofsdach auf den Bahnhofsplatz Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Bahnhofplatz Luzern habe in erster Linie drei Funktionen zu erfüllen, wie es in einer Medienmitteilung heisst: Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs, Visitenkarte für Luzern und Ort der Information (ÖV, Stadtpläne usw.). Andere Nutzungen würden toleriert, sofern sie diese Hauptnutzungen nicht einschränken. Es habe sich gezeigt, dass die verschiedenen Massnahmen in gegenseitiger Wechselwirkung «sehr gut» funktioniert haben. Daher sollen diese nächstes Jahr weitergeführt werden.

Der gesamte Perimeter sei durch die in drei Schichten geführte «Sommeroffensive» der Strassenreinigung«sichtlich sauberer» geworden. Auch die «Dräksäke»,die sich bewährt hätten, würden bei Bedarf wieder eingesetzt.

Die verstärkte Präsenz der Sip (Sicherheit Intervention Prävention) im Zentrum während der Sommerzeit habe Wirkung gezeigt. In Einzelfällen wurden auch die Eltern von alkoholisierten Jugendlichen informiert oder aufgeboten. Auch nächsten Sommer wird die Sip im Zentrum stark präsent sein.

Die Litteringbussen hätten Wirkung gezeigt: Einerseits wurden im Bereich Bahnhofplatz Ordnungsbussen gesprochen, andererseits habe die Drohung einer möglichen Busse von Littering abgehalten. Vereinzelt nahm die Polizei auch Wegweisungen vor. Ab Mitte September 2009 ist eine Polizeipatrouille an den Wochenenden auch nachts zu Fuss unterwegs.

Auch die Videoüberwachung wirke, wie es weiter heisst. Sie habe Einfluss auf das Verhalten auf dem Bahnhofplatz, gleichzeitig könne aber auch eine Verschiebung von Gruppierungen in Bereiche festgestellt werden, die nicht videoüberwacht werden.

Die erneuerte Beleuchtung des Bahnhofplatzes wird nach Plan Lumière definitiv Ende September 2009 eingeführt. Das eingerichtete Provisorium habe sich bewährt.

Das im April 2009 installierte Pissoir wird rege genutzt, die Verschmutzung durch unbefugtes Urinieren habe abgenommen. Weiter läuft zurzeit die Standortabklärung für die feste WC-Anlage im Bereich Europaplatz/Bahnhofplatz.

Dank der mobilen Bar Stadtlounge habe eine gute Durchmischung der Mitarbeitenden der Bar und der Jugendlichen sattgefunden. Zusätzlich wurden an zwei Abenden Alkohol-Präventionsprojekte durchgeführt. Die Buvette Inseli und die Strandbar Ufschötti hätten sich zu einem beliebten Treffpunkt an Sommerabenden entwickelt und «wesentlich» zur Steigerung des Sicherheitsgefühls und zu einer saubereren Umgebung beigetragen.

An der Anti-Litteringaktion beteiligten sich alle Sommerbars sowie die SIP. Insgesamt wurden von Passanten und Jugendlichen rund 150 Abfallsäcke gefüllt, die von der SIP oder den Sommerbars verteilt wurden. Die Teilnehmenden erhielten dafür Getränkegutscheine. Somit könne die Anti-Litteringaktion als Erfolg gewertet werden. Sie wird auch nächstes Jahr wieder stattfinden.

scd