Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

STADT LUZERN: Bald geht es vorwärts mit dem Forschungsprojekt Cannabisverkauf

An Forschungen der Universität Bern zu Vor- und Nachteilen von reguliertem Cannabisverkauf wird sich auch die Stadt Luzern beteiligen. Der Stadtrat will am Donnerstag, 24. August, weiteres zur Realisierung des Projekts bekanntgeben.
Das Cannabis war offenbar für den Markt in Westeuropa bestimmt (Bild: Keystone)

Das Cannabis war offenbar für den Markt in Westeuropa bestimmt (Bild: Keystone)

Mit dem Forschungsprojekt wollen die Städte Bern, Zürich und Genf und Bern sowie die Kantone Basel-Stadt und Genf prüfen, wie man die bisher strikte Praxis etwas lockern kann, mit der das Verbot von Cannabis bisher umgesetzt wird. Zu dieser Allianz wird sich auch die Stadt Luzern gesellen.

Den Auslöser in Luzern, sich an der Forschung der Universität Bern zu beteiligen, war ein entsprechendes Postulat der Grünliberalen im Grossstadtrat, hinter das sich auch der Stadtrat stellte. Die Postulanten begründeten ihren Ruf nach einer Projektbeteiligung damit, dass das Verbot vor allem bewirke, dass im Geheimen gekifft werde und der Handel über den Schwarzmarkt abgewickelt werde.

Weg von Schwarzmarkt und unreinem Stoff

Das Projekt der Universität Bern soll die Frage klären, ob eine kontrollierte Abgabe von Cannabis gegenüber der heutigen Verbotspraxis Vorteile hätte. So könnte zum Beispiel Cannabis an Personen abgegeben werden, die bereits schwer abhängig sind, oder an registrierte Konsumenten. Eine kontrollierte Abgabe würde einerseits den Schwarzmarkt schwächen und könnte die Gefahren durch unreinen Stoff verringern.

In Sachen Cannabis waren an der Überweisung im Frühling 2016 im Stadtparlament die Parteifronten klar definiert: Linke und GLP waren geschlossen für Luzerns Teilnahme am Versuch, CVP, FDP und SVP ebenso klar dagegen. Infolge einiger Absenzen bei den Bürgerlichen machte das GLP-Postulat mit 23 zu 21 Stimmen das Rennen.

Bundesamt entscheidet über Cannabis-Verwendung

Über Durchführung oder Abbruch des Projekts entscheidet unter anderem das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Es entscheidet über Ausnahmebewilligungen für den Umgang mit verbotenen Betäubungsmitteln, wenn die Betäubungsmittel der wissenschaftlichen Forschung dienen. Am Forschungsprojekt ist das Bundesamt selbst nicht beteiligt. Das Gesuch der Universität Bern um die Verwendung von Cannabis mit einem THC-Gehalt von über einem Prozent ist beim BAG seit dem 17. Mai 2017 pendent.

rk/cv

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.