Stadt Luzern: Baukommission will Schul-Module von höherer Qualität

Die zwei provisorischen Holzbauten, die beim Schulhaus Ruopigen zum Einsatz kommen sollen, sind qualitativ ungenügend, so die Kommission.

Stefan Dähler
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Wegen steigender Schülerzahlen plant der Luzerner Stadtrat im Gebiet Littau/Reussbühl mehrere Massnahmen. Unter anderem hätte der 1971 erstellte Pavillon 99 (im Bild) beim Schulhaus Ruopigen abgerissen und durch zwei dreigeschossige Holzmodule ersetzt werden sollen. Diese befinden sich derzeit noch in Basel und stammen aus dem Jahr 2017.

Bild: Pius Amrein (Luzern, 7. Januar 2020)

Nun teilt die vorberatende Baukommission des Stadtparlaments mit, dass sie zwar den vom Stadtrat beantragten Kredit von 1,1 Millionen Franken für Raumrochaden bewilligt. Den Kredit von 5,9 Millionen Franken für den Kauf zweier dreigeschossiger Occasions-Holzmodule als Provisorien lehnt sie jedoch ab. «Diese sind energetisch und vom Schallschutz her ungenügend», sagt Kommissionspräsidentin Laura Grüter Bachmann (FDP). «Die Stadt sollte angesichts des Klimanotstandes eine Vorbildfunktion einnehmen.»

Vorbild sind Module beim St. Karli oder Grenzhof

Die Kommission fordert daher, dass die Stadt wie bei den Schulhäusern St. Karli und Grenzhof neue Holzmodule von besserer Qualität erstellt. «Zumal diese mindestens zehn Jahre am Standort Ruopigen bleiben und danach mit grösster Wahrscheinlichkeit noch für einen anderen Zweck oder andernorts jahrelang weiter verwendet werden.»

Welche Mehrkosten qualitativ bessere Modulbauten zur Folge hätten, ist offen. Der Stadtrat nimmt derzeit noch keine Stellung zum Entscheid der Baukommission. Zuerst müsse er das weitere Vorgehen besprechen, heisst es auf Anfrage. Grundsätzlich bleiben ihm zwei Möglichkeiten: Er überarbeitet das Geschäft im Sinne der Baukommission oder er geht damit sofort ins Parlament und hofft, dass dort die Mehrheit anders entscheidet.

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