Stadt Luzern begleicht ungedeckte Heimkosten mit Zusatzleistungen

Die Stadt Luzern bestätigt laut einer Mitteilung die Einschätzung des Kantonsgerichts, welches die bisher im Kanton Luzern angerechnete Tagestaxe in Heimen von 140 Franken als zu tief beurteilt. Mit der AHIZ (Zusatzleistungen zur AHV/IV) verfüge die Stadt jedoch über ein Instrument, um die ungedeckte Differenz zu den effektiven Heimkosten auszugleichen.

 
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(zim) Die Stadt Luzern gewährt seit 1986 ihren Rentnerinnen und Rentnern zu den AHV/IV-Leistungen des Bundes und den Ergänzungsleistungen des Kantons eigene städtische Zusatzleistungen (AHIZ). Dank dieser Zusatzleistungen sollen ältere Menschen möglichst lange in ihrer angestammten Wohnumgebung bleiben können, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern vom Dienstag.

Im Rahmen der Finanzreform 2008 wurde die Bezugsmöglichkeit der AHIZ auf Heimbewohnerinnen und -bewohner ausgedehnt. Ziel war und ist, dass niemand aufgrund von Pflegebedürftigkeit im Alter von der wirtschaftlichen Sozialhilfe abhängig werden soll. Die AHIZ der Stadt Luzern ist laut Mitteilung «kantonsweit eine ausserordentliche Leistung».

Zwei von drei Heimbewohnern sind auf Ergänzungsleistungen angewiesen

Die Anspruchsvoraussetzungen sind im AHIZ-Reglement festgelegt. Zwei Drittel der Heimbewohnerinnen und -bewohner in der Stadt Luzern sind auf Ergänzungsleistungen angewiesen. Wenn diese nicht ausreichen, um die anfallenden Wohn- und Betreuungskosten zu decken, wird der fehlende Betrag durch die AHIZ gedeckt. Im Jahr 2019 hat die Stadt rund 7 Millionen Franken in solche Zusatzleistungen investiert.

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