STADT LUZERN: Bestattungen sind nun nicht mehr kostenlos

Bestattungen sind in der Stadt Luzern inskünftig nicht mehr gratis. Dies sieht das neue Friedhofsreglement vor. Es gilt ab dem Zeitpunkt der Fusion Anfang 2010 auch für Littau, das bereits heute Bestattungsgebühren kennt.

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(Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

(Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Wie aus dem am Dienstag vorgestellten Bericht und Antrag des Stadtrates hervorgeht, orientieren sich die neuen Luzerner Gebühren an den heutigen von Littau. Der erwartete, nicht kostendeckende Ertrag wird sich auf rund 655'000 Franken belaufen.

Vier von fünf Verstorbenen werden heute kremiert. Die Gebühren belaufen sich neu auf 890 Franken (Urnenreihengrab) respektive 1100 Franken (Gemeinschaftsgrab). Für die Littauer ergibt dies eine Verteuerung von 5 bis 10 Prozent.

Für eine Erdbestattung wird eine Gebühr von 860 Franken eingefordert. Dies entspricht für die Littauer einer Erhöhung von über 40 Prozent. Eigentlich wollte die Stadt die Gebühren noch stärker erhöhen, Littau legte aber sein Veto ein.

Finanzieller Druck
Dass die Stadt Bestattungsgebühren einführt, ist eine Folge des Sparpaketes «Entlastungs- und Überprüfungsprojekt 2006-2010». Früher kostenlos erbrachte Leistungen sollen demnach gebührenpflichtig werden.

Ganz gratis sind die Beisetzungen in Luzern aber bereits heute nicht. Die eigentliche Bestattung ist zwar gebührenfrei, dafür fallen (im Gegensatz zu Littau) Gebühren etwa für die Abdankungshalle oder die Bewilligung für Grabmäler an.

Das neue Reglement geht auch auf neue Bedürfnisse ein. So ist ein Grabfeld für totgeborene Kinder vorgesehen. Geschaffen werden auch Gemeinschaftsgräber mit zentraler Namensstätte, dies weil die heutigen Gemeinschaftsgräbern vielen Trauernden zu anonym sind. Ermöglicht werden auch Urnenbeisetzungen bei Bäumen.

sda