Stadt Luzern bewilligt Anti-WEF-Demonstration

Die am Samstag, 11. Januar, geplante Anti-WEF-Demo, kann bewilligt stattfinden. Die Stadt Luzern bestätigt eine entsprechende Meldung der Organisatoren, das man sich in einem Gespräch geeinigt habe.

Ernst Zimmerli
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Vor zehn Jahren fand die letzte bewilligte Anti-WEF-Demo in Luzern statt.

Vor zehn Jahren fand die letzte bewilligte Anti-WEF-Demo in Luzern statt.

(Bild: Roger Zbinden, Luzern 23. Januar 2010)

Kurz vor Weihnachten hat die linke, antikapitalistische Gruppierung namens Resolut zur Anti-WEF-Demo am Samstag, 11. Januar, in Luzern aufgerufen. Ursprünglich wollten die Aktivisten keine Bewilligung einholen, da ihrer Meinung nach die Stadt Luzern in letzter Zeit nur Demonstrationen nach Ladenschlusszeiten und auf schlechten Routen bewilligt habe. «Bei einem Gespräch konnten die Differenzen nun behoben werden», schreiben die Aktivisten in einer Medienmitteilung.

Dies bestätigt auch Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen, auf Anfrage: «In der ersten Januarwoche hatten wir einen Austausch mit den Organisatoren.» Dabei hätte man sich auf die Rahmenbedingungen für die «Laufkundgebung» einigen können. Nach Angaben von Lütolf werden von Seiten der Organisatoren rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

Ansprachen auf dem Helvetiaplatz und dem Kornmarkt

Die Demonstration startet am kommenden Samstag um 14.30 Uhr beim Torbogen auf dem Bahnhofplatz und führt via Bundesplatz zum Helvetiaplatz, wo eine erste Ansprache geplant ist. Weiter führt die Route am Stadthaus vorbei über den Reusssteg und Weinmarkt zum Kornmarkt, wo es eine zweite Ansprache geben wird. Via Kapellgasse geht es dann über die Seebrücke zum Torbogen auf dem Bahnhofplatz, wo die Demonstration um etwa 18 Uhr beendet wird.

Die Gruppierung Resolut bezeichnet das WEF in ihrer Mitteilung als «stinkendes Feigenblatt der Mächtigen». Unter dem Vorwand die Welt besser zu machen, würden sie ihren Reichtum mehren und zerstörten die Umwelt. Zudem würden die WEF-Organisatoren kritischen Medien die Akkreditierung zum Anlass verweigern.