STADT LUZERN: Bohrungen für Erdsonde in 275 Metern Tiefe

Die Spielstrasse beim Schulhaus Grabenhof in der Stadt Luzern und auch die Zufahrt von der Mariahilfgasse ist während der Osterferien gesperrt. Grund dafür sind Arbeiten für Erdsonden.

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Das Grabenhof-Schulhaus, in dessen Nähe die Bohrungen stattfinden. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Grabenhof-Schulhaus, in dessen Nähe die Bohrungen stattfinden. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Hardturm AG, Zürich, saniert die haustechnischen Anlagen in ihrer Liegenschaft am Falkenplatz, in der auch das Schild AG Modehaus untergebracht ist, wie die Stadt Luzern mitteilt. Anstelle eines üblichen Kühlturmes auf dem Flachdach soll die Abwärme der Kältemaschinen im Sommer mittels eines Erdsondenfeldes im Untergrund gespeichert werden. Im Winter wird über die gleichen Erdsonden Wärmeenergie für die Heizung gewonnen. Diese Erdsonden sollen bis auf eine Tiefe von rund 275 Meter hinunterreichen.

«Innovative Technologie»
Die Bohrungen für die Erdsonden werden auf dem benachbarten Grundstück gemacht, das der Stadt gehört und auf dem sich die Zufahrtsstrasse und die Spielstrasse befinden. Die Stadt unterstützt das Projekt, weil die Realisierung auf dem privaten Grundstück nicht oder nur mit unverhältnismässigem Aufwand möglich wäre und weil es sich um eine innovative und zukunftsgerichtete Technologie handelt, wie es weiter heisst. Hinzu komme, dass nach den Bohrarbeiten, die rund zwei Wochen dauern, der alte Zustand wieder hergestellt werden kann.

Die Stadt Luzern erhält für ihr Entgegenkommen eine entsprechende Abgeltung. Sollte die Stadt später irgendwelche Bauvorhaben auf dem Grundstück haben, muss die Betreiberin des Erdsondenfeldes die Sonden bis auf eine Tiefe von 10 Metern zurückbauen.

scd