STADT LUZERN: Bootsfahrer rast durchs Luzerner Seebecken

Schrecksekunde für zahlreiche Schwimmer:Ein Motorboot mit drei jungen Männern an Bord ist in nur gerade 50 bis 100 Metern Abstand zum Ufer durchs Luzerner Seebecken gerast.

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Am Dienstagnachmittag, 10. August, raste ein Motorboot durchs Luzerner Seebecken. Auf der Höhe des Hotels National erreichte das Boot laut einem Augenzeugen eine Geschwindigkeit von über 40 Stundenkilometern. Erlaubt sind im Uferbereich jedoch nur 10 Stundenkilometer. Ausserdem hatte das Boot einen Wasserskifahrer im Schlepptau. Mit seiner Raserfahrt brachte der Bootsfahrer Dutzende Schwimmer in Gefahr, die sich zu jener Zeit im Wasser aufhielten.

Ausweis weggenommen
«Auf der Höhe des Hotels Seeburg nahmen zwei Polizeiboote die Verfolgung des Bootes auf», berichtete der 25-jährige Augenzeuge auf «20 Minuten online». Erst mehrere hundert Meter später – vor dem Hotel Hermitage – sei das Motorboot von den Seepolizisten gestoppt worden. Die Luzerner Polizei bestätigt gegenüber dem Onlineportal den Vorfall. Laut Mediensprecher Urs Wigger war der Kapitän des Bootes nicht nur zu schnell unterwegs, sondern auch noch betrunken. Dies habe ein Atemlufttest vor Ort ergeben. Der junge Mann habe seinen Schiffsführerausweis auf der Stelle abgeben müssen. Er solle nun zudem angezeigt werden. Der Wasserskifahrer hingegen muss laut Wigger nicht mit rechtlichen Folgen rechnen.

Daniel Schriber/Neue Luzerner Zeitung