STADT LUZERN: Borgula wird Verkehr los

Die Departementsreform im Stadthaus Luzern sorgt auch für neue Bezeichnungen.

Christian Glaus, Redaktor Ressort Stadt/Region Luzern
Drucken
Teilen
Die fünf Direktionen sollen bleiben. Im Bild: Das Stadthaus in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser)

Die fünf Direktionen sollen bleiben. Im Bild: Das Stadthaus in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser)

Im Luzerner Stadthaus kommt es zu einer Departementsreform und somit zu neuen Bezeichnungen (Ausgabe vom Freitag). Adrian Borgula (Grüne) gibt die Sicherheit ab. Seine Direktion heisst neu «Umwelt und Mobilität» anstelle von «Umwelt, Verkehr und Sicherheit». Wörtlich genommen wird Borgula ab 2018 also auch den Verkehr los. Doch die Autofahrer, die Borgula mit seiner Verkehrspolitik manchmal zur Weissglut getrieben hat, sollten sich nicht zu früh freuen: «Mobilität» ist breiter gefasst als «Verkehr» und gibt dem nichtmotorisierten Verkehr mehr Gewicht. Konsequenterweise könnte der neue Name daher auch Umwelt- und Langsamverkehrsdirektion (ULVD) oder Umwelt-, Velo- und Bus­direktion (UVBD) lauten.

Insgesamt wird Borgula mit der Reform entlastet. Nicht so Martin Merki (FDP). Er erhält mehr Arbeit. Zum Glück: Seit der Auslagerung der Heime vor zwei Jahren sorgte man sich, Sozialdirektor Merki könnte unterfordert sein. Per 2018 wird er deshalb auch Sicherheits­direktor. Dennoch wird die Arbeitsbelastung nicht drastisch zunehmen. Die Feuerwehr funktioniert eigenständig, und seit der Kantonalisierung der Stadtpolizei gibt es auch dort nicht mehr viel zu tun. Bleibt noch die SIP-Truppe (Sicherheit, Intervention, Prävention), eine Einheit, die nicht gerade einem bürgerlichen Kernanliegen entspricht. Da kommt es gerade recht, dass Merki am linken Rand der FDP politisiert.

Christian Glaus, Redaktor Ressort Stadt/Region Luzern

 

christian.glaus@luzernerzeitung.ch