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STADT LUZERN: Bundesplatz wird verkehrsfreundlicher

Der Bundesplatz und die Moosstrasse werden Ende Jahr umgestaltet. Die Massnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und den Verkehrsfluss verbessern. Dies sind wichtige Voraussetzungen, dass im Frühling 2014 die Busspur in der Pilatusstrasse von der Morgartenstrasse zum Bahnhof verlängert werden kann.
Der Bundesplatz-Kreisel in der Stadt Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Der Bundesplatz-Kreisel in der Stadt Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Die Umgestaltung des Bundesplatzes und die Verlängerung der Busspur in der Pilatusstrasse ist ein Projekt aus dem Agglomerationsprogramm der zweiten Generation, dem der Stadtrat im November 2011 zugestimmt hat. Die Stadt Luzern, der Kanton Luzern, der Verkehrsverbund Luzern und LuzernPlus haben das Projekt gemeinsam erarbeitet. In einem ersten Schritt werden Ende 2013 Massnahmen im Bereich Moosstrasse–Bundesplatz umgesetzt. Um die Sicherheit für Fussgänger zu erhöhen, werden alle Fussgängerstreifen, die über zwei Fahrspuren führen, mit einer Schutzinsel ergänzt. Um die unübersichtliche Situation bei der Einmündung der Moos- in die Bundesstrasse zu verbessern, wird ein Fussgängerstreifen in der Bundesstrasse aufgehoben. Zudem ist das Linksabbiegen von der Bundes- in die Moosstrasse künftig nicht mehr möglich. Auch für die Velofahrenden wird die Situation verbessert. Unter anderem erhalten sie eine direkte Verbindung von der Neustadtstrasse ins Hirschmattquartier ohne Umweg über den Bundesplatz.

Der Kreisel Bundesplatz wird neu zweispurig markiert. Dadurch werden die Vortrittsregelungen klarer. Zudem werden die Kreiselausfahrten jeweils auf einen Fahrstreifen reduziert. Die beiden Fussgängerstreifen in der Bundes- und der Tribschenstrasse befinden sich heute direkt beim Kreisel, was für die Autofahrenden zu einer unübersichtlichen Situation führt. Die beiden Streifen werden deshalb ein paar Meter vom Kreisel wegverschoben. Dazu müssen zwei Bäume gefällt werden.

Weniger Verspätungen dank Busspur

Die Massnahmen verbessern den Verkehrsfluss und erhöhen die Sicherheit an einem Unfall-schwerpunkt der Stadt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Verlängerung der Bus-spur in der Pilatusstrasse. Damit diese realisiert werden kann, werden Autofahrende künftig nicht mehr über die Pilatusstrasse, sondern über die Moosstrasse, den Bundesplatz und die Zentralstrasse zum Bahnhof gelangen. Die Massnahmen im Bereich Moosstrasse–Bundesplatz sollen dafür sorgen, dass der Mehrverkehr sicher bewältigt werden kann.

Kann im Rahmen des geplanten Monitorings festgestellt werden, dass sich die Verkehrssicherheit durch die Massnahmen verbessert hat und die Leistungsfähigkeit sichergestellt ist, wird die Verlängerung der Busspur in der Pilatusstrasse von der Morgartenstrasse bis zum Bahnhof im Frühling 2014 eingeführt. Dank ihr können die hohen Verlustzeiten der über 100 Busse pro Richtung in den Hauptverkehrszeiten um bis zu drei Minuten pro Kurs reduziert werden. Da Verspätungen immer die ganze Linie betreffen, ist diese Massnahme besonders wirksam. Für die Fahrgäste von rund drei Vierteln aller Buslinien in der Stadt Luzern bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Einhaltung der Fahrpläne und Anschlüsse. Vorgesehen ist, dass Taxis die Busspur benützen können, da in der Abendspitzenstunde lediglich etwa 14 Taxis zum Bahnhof fahren und die Busse somit nicht behindern.

Gerüstet für die Zukunft

Die Umgestaltung des Bundesplatzes und die Verlängerung der Busspur in der Pilatusstrasse ist eine erste Umsetzung des «Gesamtverkehrskonzeptes Agglomerationszentrum Luzern». Da die dem Agglomerationsprogramm zugrundeliegenden Grossprojekte wie der Tiefbahnhof und die Stadtumfahrung kaum vor 2030 realisiert werden können, hat die Stadt zusammen mit dem Kanton, dem Verkehrsverbund und LuzernPlus dieses Projekt gestartet. Es soll aufzeigen, welche Massnahmen bis 2030 nötig sind, um die Verkehrsprobleme in der Agglomeration zu lösen. Ziel ist es, den in der Innenstadt zu erwartenden Mehrverkehr zu bewältigen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den öffentlichen Verkehr, den Fuss- und Veloverkehr attraktiver zu gestalten und somit die Lebensqualität in der Innenstadt zu verbessern.

Diese Ziele entsprechen der Mobilitätsstrategie des Stadtrates, die sich auf das Reglement nachhaltige städtische Mobilität stützt, das 2010 von der Luzerner Stimmbevölkerung gutgeheissen wurde. Darin ist festgehalten, dass der Mehrverkehr in der Stadt umweltfreundlich mit dem öffentlichen Verkehr und dem Fuss- und Veloverkehr bewältigt wird und der motorisierte Individualverkehr nicht über das heutige Ausmass ansteigt.

pd/shä

Quartierverein Hirschmatt-Neustadt wehrt sich

Der Quartierverein Hirschmatt-Neustadt ist entschieden gegen die Umleitung des motorisierten Verkehrs über die Moosstrasse, den Bundesplatz und die Zentralstrasse. Laut einer Medienmitteilung vom Dienstag verstehe der Verein nicht, weshalb ein Strassenabschnitt, auf welchem sich in den letzten zwei Jahre drei tödliche Verkehrsunfälle ereignet haben, nochmals mit einer massiven Verkehrszunahme von 25 Prozent belastet werden soll. Es könne nicht sein, dass für einen pünklicheren öffentlichen Verkehr in einer einzigen Spitzenstunde (17.00-18.00) dauerhaft (Tag und Nacht) gegen tausend Bewohnerinnen und Bewohner mit 25 Prozent mehr Verkehr, Lärm und Abgasen belastet werden. Zudem halte der Verein an seiner Forderung «Tempo 30» fest.

pd/zim

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