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STADT LUZERN: Das Bourbaki-Panoramagemälde «atmet» und wird deshalb genau untersucht

Die Stiftung untersucht in einem konservatorischen Spezialprojekt die «Atmung» des historischen Bourbaki- Rundbildes am Löwenplatz. Konkret geht es um die Folgen von klimatischen Schwankungen, die das Gewebe des 112 mal 10 Meter grossen Monumental-Kunstwerkes in Bewegung bringen.
Kartierungsarbeiten an der Bildoberfläche. (Bild: PD)

Kartierungsarbeiten an der Bildoberfläche. (Bild: PD)

Seit der Wiedereröffnung von Gebäude und Museum Bourbaki Panorama im Jahr 2000 befindet sich das gleichnamige Gemälde aus dem Jahr 1881 in relativ stabilen, klimatisierten Raumbedingungen. Trotzdem könne nicht verhindert werden, dass sich die Leinwand bei Klimaschwankungen bewege, schreibt die Stiftung Bourbaki Panorama Luzern in einer Mitteilung. Die Folgen könnten Rissbildungen in der Malschicht oder sogar partielle Farbablösungen sein.

Deshalb müssen wieder die Spezialisten an das Europäische Kulturdenkmal ran, das nachfolgende Generation an den deutsch-französischen Krieg von 1871 und die Internierung von 87'000 französischen Soldaten in der Schweiz erinnern soll.

Die Malschicht wird einer Bestandesaufnahme (Kartierung) unterzogen und zusätzlich wird ein ein spezielles Augenmerk auf die Bildnähte gelegt. Das über 1000 Quadratmeter grosse Gemälde besteht aus 17 Gewebebahnen, die vertikal mit Leinenfäden zusammengenäht sind.

Moderne Technik und Handwerk

Als Basis für die Inventarisierung dient eine neue hochaufgelöste Fachfotografie des gesamten Rundbildes. Für die Dokumentation wurde ein neues digitales Koordinatensystem eingeführt und eine spezielle Datenbank entwickelt, die künftig sämtliche Restaurierungsarbeiten seit 1996 abbilden soll. Dies erleichtert die Planung für künftige Restaurierungsarbeiten und die Dokumentation für kommende Generationen. Das ändert aber nichts daran, dass bei Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten am Bourbaki Panorama handwerklichen Methoden im Zentrum stehen.

In den bisher kontrollierten Laufmetern konnten glücklicherweise keine frappanten Schäden festgestellt werden. «Die konsequente Wartung der letzten Jahre trägt bestimmt einiges zum grundsätzlich sehr guten Zustand des Bourbaki Panoramas bei», ist Museumsleiterin Irène Cramm überzeugt.

Die aktuellen Arbeiten beeinträchtigen den Museumsbesuch in keiner Art und Weise, betont die Trägerstiftung. Im Gegenteil: Interessierte Besuchende können den Restauratoren über die Schulter schauen. Einen Feldstecher mitbringen lohnt sich. Die Arbeiten dauern noch bis Spätsommer 2018.

Am Internationalen Museumstag, der diesen Tag mit dem Muttertag zusammen fällt, finden am Sonntag 13. Mai im Museum den ganzen Tag diverse Veranstaltungen und Spezialführungen statt. Unter anderem auch eine Führung hinter das Rundbild.

pd/mbe

Besucher des Bourbaki-Museums vor dem Rundbild. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Besucher des Bourbaki-Museums vor dem Rundbild. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

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