Stadt Luzern
Das Hallenbad Allmend soll am 7. Mai wieder öffnen

Bis vor kurzem gab es keinerlei Perspektiven für eine Wiedereröffnung des Hallenbads Luzern. Doch jetzt hat der Druck aus dem Stadtparlament gewirkt: Ab 7. Mai sollen Kinder und Jugendliche wieder schwimmen dürfen.

Robert Knobel
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Blick aufs Tiefwasserbecken des Hallenbads Luzern. Bald soll hier wieder Leben einkehren.

Blick aufs Tiefwasserbecken des Hallenbads Luzern. Bald soll hier wieder Leben einkehren.

Pius Amrein

Das Hallenbad Mooshüsli in Emmen macht es vor: Auch wenn die Bäder für erwachsene Besucher weiterhin geschlossen bleiben, so sollen zumindest Kinder und Jugendliche schwimmen dürfen. Denn dies ist gemäss Bund erlaubt. Seit Mitte April ist das Mooshüsli dreimal pro Woche für Besucher zwischen 10 und 19 Jahren geöffnet.

Ganz anders das Hallenbad Allmend in Luzern. Dieses ist noch immer geschlossen – es befindet sich zurzeit nicht einmal Wasser in den Becken. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache: Das Luzerner Stadtparlament hat am Donnerstag ein von Mitgliedern mehrerer Parteien unterzeichnetes Postulat überwiesen. Dieses verlangt eine schnellstmögliche Wiedereröffnung des Hallenbads für Kinder und Jugendliche.

Das Auffüllen der Becken dauert eine Woche und kostet 15'000 Franken

Gemäss Stadtrat hat sich das Hallenbad nun zu einer Öffnung ab 7. Mai bereit erklärt. Allerdings muss die Stadt dafür tief in die Tasche greifen: Sie zahlt dem Hallenbad bis im Juli 100’000 Franken pro Monat für die Deckung der Betriebskosten. Das Geld stammt aus dem Fonds zur Förderung von Sport und Kultur. Der Stadtrat hält fest, dass ein wirtschaftlicher Betrieb des Hallenbads unter den aktuellen Einschränkungen nicht möglich sei. So koste allein das Wiederbefüllen der Becken, das rund eine Woche dauert, 15'000 Franken. Ist das Bad einmal geöffnet, fallen Betriebskosten von 4500 Franken pro Tag an – während die Einnahmen aus Eintritten bestenfalls 1000 Franken betragen könnten.

«Es ist nach wie vor ein ökonomischer Kraftakt, den Betrieb zu öffnen», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf das Postulat. Dies auch deshalb, weil das Hallenbad ohnehin schon grosse coronabedingte Einbussen hinnehmen musste.

Die Primarschule ist beim Schwimmunterricht in Verzug

Ein wichtiges Argument für die Wiedereröffnung ist der Schwimmunterricht. Dieser ist in der 3. und 4. Primar eigentlich obligatorisch. Doch in den letzten Monaten konnte er nicht stattfinden. Für die 3. Klassen sei bisher mindestens ein Sechstel der Schwimmlektionen ausgefallen, schreibt der Stadtrat. Die Viertklässler sind noch mehr im Verzug, da ihr Unterricht schon während des Lockdowns im Frühling 2020 ausgefallen war. Der Stadtrat erachtet es als «prüfenswert», die verpassten Lektionen allenfalls in der 5. Klasse nachzuholen. Immerhin kommen die Primarschulkinder nun dank der baldigen Öffnung des Hallenbads nicht noch weiter in Verzug: Ab dem 7. Mai bleiben noch rund acht Schulwochen, in denen Schwimmunterricht durchgeführt werden kann.