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STADT LUZERN: Das müssen die Pokémon-Wanderer wissen

Verirrt, verwirrt, verdutzt: Die Pokémon-Wanderung, die am Sonntag stattfindet, bietet einige Fallstricke. Diese Fehler sollten Sie bei der Wanderung keineswegs begehen.
Ein weiterer Stop befindet sich in der Nähe der Ufschötti in Luzern. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)

Ein weiterer Stop befindet sich in der Nähe der Ufschötti in Luzern. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)

Die Stadt Luzern gilt als Pokémon-Hochburg. Weltweit zieht die App Millionen von Usern in den Bann – und nun findet am Sonntag, 31. Juli, einer der schweizweit ersten Grossanlässe der Monsterjäger statt.

Man trifft sich um 13 Uhr beim «Torboge» am Bahnhof, fährt mit dem Bus bis Biregghof, durchquert einmal den Bireggwald, um dann über den Matthof dem See entlang zurück zum Bahnhof zu laufen. 166 Gamer haben sich für die Monsterjagd in Luzern angemeldet. Es wird gemunkelt, dass sich auch Leute, die seit Jahren kein Sonnenlicht mehr gesehen haben, die Wanderschuhe umschnallen werden. Umso mehr sollte man wissen, worauf man sich einlässt. Hier ein paar Tipps, wie die Wanderung am Sonntag zum freudigen Erlebnis wird - solange das Wetter mitspielt.

Tipp 1: Wanderkarte aus Papier

Zwei Reporterinnen unserer Zeitung sind die Wanderroute für Sie vorgängig abgelaufen. Eines vorweg: Man kommt leicht vom rechten Weg ab. Denn wer brav die angegebene Route nimmt, wird an gewissen Pokéstops gar nicht vorbei kommen. Zum Beispiel demjenigen an der Vita-Parcour Station 10 im Bireggwald. Die Starttafel des Sportpfads lockt den Wanderer schon kurz nach dem Eintritt in den Wald auf die falsche Fährte. Zugegeben: Die blau-weissen Wegweiser führen zuverlässig zum Ziel. Allerdings nimmt man dafür einen Umweg von gut 1,5 Kilometern in Kauf und legt gut 50 Meter Steigung zurück – nur um wieder beim Ausgangspunkt zu landen.

Der ständige Wechsel zwischen tatsächlicher und virtueller Realität macht die Orientierung zu einem Ding der Unmöglichkeit – zumindest für mit dem Gelände Unvertraute. Und Google Maps ist auch kein guter Berater beim Versuch, zurück auf den Wanderweg zu finden: der Wald erscheint nur als grüne Fläche auf dem Handy-Bildschirm und der Routenplaner schickt die Wanderer daher lieber einmal um den Wald drumherum. Besser ist die Wander-App von SchweizMobil. Aber auch das ist mühsam, da auf dem Handy ja gleichzeitig Pokémons gejagt werden. Wir raten daher zum Klassiker: Eine Wanderkarte aus Papier und allenfalls einen Kompass mitnehmen!

Tipp 2: Nicht schummeln

Zugegeben, es ist verführerisch: Einfach aufs Velo steigen und noch vor allen anderen einen bequemen Platz am Pokéstop sichern. Die Sache hat aber einen Haken: Um wie alle anderen zum Aussichtspunkt Oberrüti zu gelangen, müssten Velofahrer eine steile Naturtreppe überwinden. Das Schieben ist weit mühsamer, als das Laufen – und mit dem Handy in der Hand praktisch unmöglich.

Mit einem externen Akku kann die Wanderung beginnen: Aber immer schön achtsam bleiben und auf die Umgebung achten, sonst könnte ein Unfall passieren. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Haltestelle Biregghof in Horw: Hier kommen die Pokémon-Jäger mit dem Bus an, welche an der Pokémon-Go-Wanderung teilnehmen. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Von dort aus geht es zu Fuss weiter zum Bireggwald. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Im Wald angekommen, startet die Wanderung in Richtung Oberrüti in Horw. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Nach einer kleinen Wanderung erreichen die Pokémon-Jäger dieses Bänkli. Es ist integriert in einen Picknickplatz, wo sich auch ein Grill befindet. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Hier befindet sich der Pokéstop «ABL-Holzschlag». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Je nach GPS-Signalstärke findet die App auch manchmal, man sei zu weit entfernt vom Pokéstop. Dies, obwohl man direkt davor steht. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Ein kurzes Stück weiter kommt auch schon der nächste Pokéstop... (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
... Dieser befindet sich beim Vitaparcours Nummer 10 mitten im Bireggwald. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
So präsentiert sich der Stop beim Vitaparcours in der realen Welt. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Ein Schilderwald... Wo bitte gehts lang? Der Wald ist recht verwirrlich... (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Wer den Wald verlassen hat, dem begegnet dieser Pokéstop: Ein kleiner Brunnen (rechts im Bild) mitten im Wohngebiet. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Dieser befindet sich an der Hirtenstrasse in Horw. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Er heisst «Bird of Freedom Fountain». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
So präsentiert sich der Stop auf dem Smartphone. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Weiter geht es in Richtung Vierwaldstättersee. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Auf diesem Spielplatz neben der Kirche wartet schon der nächste Pokéstop. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Auf dem Weg zum Richard-Wagner-Museum, wo weitere Stops warten, steht diese Musikschule. Auch hier gibt es einen Pokéstop. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Dann geht es endlich weiter Richtung Richard-Wagner-Museum. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Wer dem Weg Richtung Museum folgt... (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
... gelangt zu dieser tollen Aussicht: Die Rigi thront hoch oben über dem Vierwaldstättersee. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Der Weg führt an diesem Haus vorbei. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Es handelt sich dabei um den Pokéstop «Richard Wagners Versteck». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Gleich nebenan befindet sich der Stop «Richard Wagner Museum Luzern». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Weiter geht es rund um das Museum... (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
... und diesen Weg entlang. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Unten am Hafen angekommen, wartet auch schon «Der Anker von Tribschenhorn». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Ein Umgebungsbild von dem Ort, wo der Anker liegt. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Weiter geht es am See entlang bis zum Schulhaus Alpenquai... (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
... hier befinden sich die Pokéstops «lets talk about 6» ... (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
... und «White Faces». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Am Schulhaus vorbei geht es weiter Richtung See. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Diese Skulptur markiert den Pokéstop «Skulptur "Hommage à Wagner" Ufschötti». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Wer eine Badehose dabei hat, kann sich kurz im See abkühlen... (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
... ansonsten geht die Route weiter dem See entlang bis zu dieser Skulptur: «NIKE 89 by Pavel Krbàlek (Lucerne)». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Um dorthin zu gelangen, muss man das Dach des Bootshauses via diesen Weg erklimmen. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
... aber bitte nicht vom Weg abkommen. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Der nächste Stop wartet schon: «Alpenquai Brunnen». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Von dort geht es weiter bis zu dieser Figur in der Nähe des Kriminalgerichtes: «Iron Cube Sculpture». (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Über die Werftbrücke geht die Wanderung weiter bis zum Bahnhof Luzern. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Welche Pokéstops sich auf dem Weg zum Bahnhof Luzern befinden, verraten wir an dieser Stelle nicht. Ein bisschen Spannung soll schliesslich bleiben. :-) (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Wer nach der Wanderung noch Lust hat, trifft sich mit den Veranstaltern der Wanderung im «Roadhouse» neben dem Bahnhof Luzern. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
Wer an der Kirche vorbeikommt, ist schon zu weit gelaufen. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)
43 Bilder

Das erwartet die Teilnehmer der Pokémon-Wanderung

Tipp 3: Grilladen und die Badehose mitnehmen

Der schönste Pokéstop auf der Wanderstrecke befindet sich auf einer Lichtung mitten im Wald. Sie bietet eine schöne Aussicht über die Stadt, mehrere Sitzplätze und eine Grillstelle. Wer hier sein Lockmodul als Köder auslegt, kann gleichzeitig eine Wurst bräteln – die anderen Pokémon-Jäger werden ihn darum beneiden. Auch genügend Getränke sollten in den Rucksack gepackt werden. Wandern macht durstig.

Zudem eignet sich der Strand bei der Ufschötti oder im Tribschen hervorragend für eine Abkühlung im See. Denn nach der teilweise strengen Wanderung im Bireggwald ist diese dringend nötig.

Tipp 4: Die Packliste

Es klingt, als würde man auf Klassenreise gehen – aber mit guten Schuhen, Regenschutz und Hut ist man tatsächlich gut beraten. Die Wettervorhersage hat für am Sonntag Regen angekündigt und im Wald wird es schnell rutschig. Dass die Pokémon-Monster angreifen ist zwar äusserst unwahrscheinlich – aber es kann trotzdem nicht schaden, eine kleine Apotheke für den Notfall dabei zu haben. Schliesslich hat man schnell einen Ast übersehen, wenn man konzentriert aufs Handy starrt.

Der Wandertag endet am Bahnhof in Luzern. Wer danach direkt zum Feierabendbier übergehen will, ist froh, wenn er ein Ersatz-T-Shirt dabei hat. Dazu kommt die Spezialausrüstung eines jeden Pokémon-Jägers: Powerbanks, also externe Akkus zum Laden des Handys – weil die App unheimlich viel Saft braucht.

Tipp 5: Genug Zeit einplanen

Die Strecke ist fast 7 Kilometer lang, es geht 116 Meter hoch und 184 Meter wieder runter. Die reine Wanderzeit beträgt ungefähr zwei Stunden. Es wird aber kaum einer schon um 15 Uhr im in die Bar am Bahnhof einkehren. Schliesslich gilt es auch noch, die Pokéstops zu finden und die auftauchenden Monster einzufangen.

Diesbezüglich sollten die Erwartungen allerdings nicht all zu hoch geschraubt werden. Beim Testlauf unserer Redaktorinnen beschränkte sich die «Beute» ohne den Einsatz von Hilfsmitteln wie Rauch oder Lockmodulen, auf gerade einmal eine handvoll Pokémons im Bireggwald. Zurück in der Stadt war das Jagdrevier jedoch weitaus ergiebiger: Es warten dort nicht nur mehr Pokéstops sondern auch mehr Monster auf ihre Jäger.

Geduld braucht es auf der Wanderung noch aus einem anderen Grund: Das GPS-Signal ist im Bireggwald unzuverlässig. Auch wenn man direkt vor dem Pokéstop steht, erscheint manchmal die Meldung, dieser sei noch zu weit entfernt.

Tipp 6: Sich vernetzen

Wo sind die Pokéstops? Sichtungen können unserer Onlineredaktion gemeldet werden (bitte Kommentarfeld unten benutzen), sie werden dann auf unserer virtuellen Karte eingetragen. Die Bildergalerie zeigt zudem Teile der Strecke und die Umgebung, in der die Pokéstops zu finden sind – das sollte die Suche zusätzlich erleichtern.

HINWEIS

Am Sonntag, 31. Juli, verraten wir Ihnen an dieser Stelle, wo sich entlang der Wanderroute durch Luzern einige Pokéstops verstecken – in einem Video. Sie dürfen gespannt sein!

ber/nop

So sieht die Strecke zum Pokéstop beim Richard-Wagner-Museum auf dem Smartphone aus. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)

So sieht die Strecke zum Pokéstop beim Richard-Wagner-Museum auf dem Smartphone aus. (Bild: Stefanie Nopper / Luzernerzeitung.ch)

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