STADT LUZERN: Der Bunker zeigt sich in kulturellem Licht

Am Sonntag verwandelt sich die riesige Zivilschutzanlage Sonnenberg in Luzern in einen Kunstraum.

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Musiker im Sonnenberg-Bunker in Luzern. (Bild pd)

Musiker im Sonnenberg-Bunker in Luzern. (Bild pd)

Auch fast 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges hat die Zivilschutzanlage Sonnenberg in Luzern etwas Bedrohliches, Angst Einflössendes. Gebaut ab 1970, sollten in den beiden Autobahnröhren im Ernstfall 20'000 Menschen untergebracht werden – es ist eine der grössten Zivilschutzanlagen der Welt.

Seit Herbst 2008 werden unter dem Namen «unterirdisch überleben» historische Führungen durch den Komplex angeboten. In einer einmaligen Kunstaktion, so genannten «Nachtführungen», wird die Zivilschutzanlage nun in einem ganz neuen Licht gezeigt. Und stellt in der lichtdurchfluteten Weihnachtszeit einen Kontrapunkt dar.

Die Themen Dunkelheit, Angst, Bedrohung, Hoffnung und Traum werden dabei künstlerisch umgesetzt durch einen «performativen Rundgang durch eine Welt aus Klang, Licht, Wort und Bewegung», heisst es in der Mitteilung der Organisatoren.

ana

HINWEIS
Die «Nachtführungen» finden am Sonntag von 11 bis 13.30 Uhr halbstündlich statt. Tickets gibt es noch bis Donnerstag, 24. Dezember, beim LZ-Corner, an der Pilatusstrasse Luzern, sowie am Veranstaltungstag direkt vor Ort (Eingang: Kinderspielplatz Sälihalde, Bus Nr. 10 Richtung Obergütsch/Haltestelle Berglistrasse).