Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STADT LUZERN: Der «Weinhof»-Wirt hört im Dezember auf

Robert Unternährer zieht sich aus dem Gastgewerbe zurück. Aus den Hotelzimmern werden Wohnungen – die Zukunft des Restaurants ist ungewiss.
Rainer Rickenbach
Wirt Robert Unternährer (47) im Restaurant Weinhof an der Weystrasse in Luzern. (Bild Philpp Schmidli)

Wirt Robert Unternährer (47) im Restaurant Weinhof an der Weystrasse in Luzern. (Bild Philpp Schmidli)

Seit 39 Jahren führt die Familie Unternährer das Restaurant und den Hotelbetrieb Weinhof an der Weystrasse in der Stadt Luzern. Mitte Dezember wird Schluss sein: Die 28 Hotelzimmer werden zu 10 Wohnungen umgebaut. Das Restaurant schliesst vorerst – die Zukunft ist dort noch ungewiss.

Mehr Zeit für die Familie

Im «Weinhof» kommen gutbürgerliche Menus auf den Tisch. Zum Restaurantbetrieb gehören ein Säli und die Kegelbahn im Untergeschoss. Das Lokal ist bei den Bewohnern des Wey-Quartiers, bei Guuggenmusigen, Zünften und Vereinen beliebt. Die Hotelzimmer buchen sowohl Organisatoren von Gruppenreisen als auch Individualgäste. «Der Betrieb läuft gut. Es sind andere Gründe, die mich zum Schluss kommen liessen, mit Wirten aufzuhören», sagt Robert Unternährer (47). Der gelernte Koch und diplomierte Hotelier-Restaurateur führt den Betrieb seit 15 Jahren in zweiter Generation. Er ist verheirateter Vater von zwei kleinen Kindern und möchte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. «Ein Gastronomiebetrieb mit Hotel und Restaurant zu führen, ist eine Aufgabe, die Einsatz rund um die Uhr erfordert. Dabei droht das Privatleben zu kurz zu kommen», so der Weinhof-Wirt.

In nächster Zeit wären zudem wichtige Weichenstellungen nötig geworden. So verabschiedet sich der langjährige Küchenchef René Schenker bald in den Ruhestand, und Bethli Unternährer, die Mutter des Wirtes, hatte vor, sich aus Altersgründen aus dem Betrieb zurückzuziehen. Sie hilft im Hotel und im Restaurant mit. Robert Unternährer: «Die beiden würden eine Lücke hinterlassen, die nur schwer zu schliessen ist.»

Um den Hotelbetrieb weiterzuführen, wären zudem Investitionen von mehr als einer Million nötig geworden. «Die Zimmer entsprechen nicht den Standards, die heute im Reisegeschäft erwartet werden», so Unternährer. Kommt hinzu, dass der Hotelbetrieb eine kritische Grösse aufweist. Um im margenschwachen Gruppengeschäft angemessen zu verdienen, müsste Platz für grössere Reisegruppen vorhanden sein.

Pächter-Suche für Restaurant

Wie es mit dem Restaurant weitergeht, ist, wie erwähnt, noch offen. Anders als im Hotel sind in diesem Betriebsbereich keine hohen Investitionen notwendig: Die Kücheninfrastruktur ist gemäss Unternährer in einem guten Zustand, für das Restaurant trifft das ebenfalls zu. «Wir wollen das Restaurant vermieten und hoffen, einen geeigneten Pächter zu finden. Die Suche beginnt jetzt», sagt Unternährer. «Wir setzen alles daran, das Lokal für das Quartier zu erhalten. Schliesslich sind uns die treuen Stammgäste ans Herz gewachsen.»

Rainer Rickenbach

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.