Stadt Luzern
Die «Familie Eichwäldli» hat 2600 Unterschriften für eine Neubeurteilung der Soldatenstube gesammelt

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Soldatenstube führen ihren politischen Kampf fort – über den Stand der Rechtsverfahren schweigen sie sich aus.

Simon Mathis
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Auch am Tag der Arbeit war die Soldatenstube am Murmattweg 2 ein Thema.

Auch am Tag der Arbeit war die Soldatenstube am Murmattweg 2 ein Thema.

Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 1. Mai 2021)

Die Bewohnerinnen und Bewohner der alten Soldatenstube werden morgen Freitag eine Petition beim Luzerner Stadthaus überreichen. Die «Familie Eichwäldli», wie sich die Bewohner nennen, teilte Donnerstag mit, über 2600 Unterschriften gesammelt zu haben. Die Petition fordert den Stadtrat dazu auf, eine «gesamtheitliche Neubeurteilung zum Zustand des Gebäudes» durchzuführen.

Die Stadt Luzern als Eigentümerin stellt sich den Standpunkt, dass ein weiteres Bewohnen der Soldatenstube zu gefährlich sei – und zusätzliche Sanierungsarbeiten unverhältnismässig seien. Der Stadtrat will das Holzhaus abreissen.

Rechtlich bleibt die Lage ungewiss

Es sei eine «überwältigende Anzahl an Unterschriften in einer sehr kurzen Zeit zusammengekommen», heisst es in der Mitteilung. Dies zeige ein weiteres Mal die Wertschätzung und Unterstützung für das Projekt. Die «Familie Eichwäldli» gibt sich überzeugt, dass sich der Stadtrat nun einer «fachlichen Diskussion über den Zustand des Hauses» nicht mehr entziehen könne.

Juristisch gesehen befinden sich die Bewohnerinnen und Bewohner jedoch auf dünnem Eis. Jüngst hat das Bezirksgericht ein Ausweisungsgesucht gegen die «Familie Eichwäldli» gutgeheissen. Unklar ist, ob die Bewohner dieses Urteil vor Kantonsgericht weiterziehen. «Zu den Fragen, wie es der Familie Eichwäldli sonst so weitergeht, werden wir zurzeit keine Stellung nehmen», heisst es in der Mitteilung. «Wir möchten aber betonen, dass uns eine Weiterführung des viel geschätzten Projekts am Herzen liegt.»