STADT LUZERN: Die Hausbesetzer sind wieder draussen

Die Besetzung des leer stehenden Hauses an der Sternmattstrasse 68 in Luzern ist zu Ende. Die Polizei traf bei einer Kontrolle auf einen einzigen Besetzer – und nahm ihn gleich mit.

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Das besetzte Haus an der Sternmattstrasse 68 in Luzern. (Bild: Gabriela Jordan / Neue LZ)

Das besetzte Haus an der Sternmattstrasse 68 in Luzern. (Bild: Gabriela Jordan / Neue LZ)

Die Luzerner Polizei hat die Hausbesetzung "Stella Matta" an der Sternmattstrasse am Montag Morgen beendet. Bei einer Kontrolle war im besetzten Haus war nur ein Mann anwesend. Er wurde zur Einvernahme vorübergehend festgenommen. 

Die Hausbesetzer, die unter dem Namen Stella Matta auftraten, verkündeten am Montagnachmittag auf ihrem Facebook-Profil: "Stella Matta wurde heute geräumt. Somit ist das Haus wieder zum Leerstand verdammt." Von einer Räumung könne nicht die Rede sein, sagte ein Sprecher der Luzerner Polizei auf Anfrage. In einem Communiqué schreibt die Polizei, sie habe die Hausbesetzung friedlich beenden können.

Das Haus sei den Verantwortlichen der Stiftung übergeben worden, teilt die Luzerner Polizei mit. Die Stiftung habe am Haus Sicherheitsvorkehrungen getroffen, das Grundstück werde bewacht. Die Staatsanwaltschaft führt im Zusammenhang mit der Hausbesetzung eine Untersuchung durch.

Haus muss laut Testament leer bleiben

Unbekannte hatten das Haus im Sternmattquartier an der Grenze zu Horw während knapp neun Tagen besetzt. "Die Sternmattstrasse 68 ist ein Ort, der uns befreit von der Idee von Konsum und Verwertung", schrieb Stella Matta auf Facebook. "Wir verstehen dieses Haus als Einladung, es zu gestalten, und laden alle ein, an der Belebung dieses Ortes teilzunehmen."

Das Haus stand seit mehreren Jahren leer. Es gehört einer Stiftung. Die 2012 verstorbenen Besitzer verfügten im Testament, dass das Haus als Andenken an die Familie leer bleiben soll.

Bereits im April hatte eine Gruppe unter dem Namen "Gundula" während knapp drei Wochen eine Villa an der Obergrundstrasse in Luzern besetzt. Die Besetzer zogen ab, nachdem ihnen der Eigentümer eine Frist gesetzt hatte und die Staatsanwaltschaft mit der Zwangsräumung drohte. Die Untersuchungsbehörde ermittelt gegen mehrere mutmassliche Beteiligte wegen Hausfriedensbruchs.

pd/cv/sda