STADT LUZERN: Die «Schmitte» soll gerettet werden

Gerüchten zufolge will die Stadt das Restaurant zur Schmiede schliessen. Das passt vielen nicht: Bald soll eine Unterschriftensammlung gestartet werden.

Drucken
Teilen
Dunkle Wolken über dem Wirtshaus zur Schmiede. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Dunkle Wolken über dem Wirtshaus zur Schmiede. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Wir glauben nicht, dass die Stadt wirklich vom Zustand des ?Schmiede?-Gebäudes überrascht wurde.» Dies sagt Ivo Kaelin (27), Mitglied des «Komitees zur Erhaltung der Schmitte». Die Stadt als Eigentümerin verschiedener Liegenschaften rund um den Pilatusplatz wollte ihr einsturzgefähr­detes, zerfallenes Gebäude neben der Traditionsbeiz «zur Schmiede» abbrechen. Als Ersatz sollte eine kleine Grünfläche entstehen und den Pilatusplatz aufwerten.

Über 500 Mitglieder auf Facebook
«In Luzern machen Gerüchte die Runde, wonach die Stadt den Pachtvertrag mit dem ?Schmitte?-Wirt per Ende Jahr auslaufen lassen soll.» Der Widerstand gegen den Abbruch der «Schmitte» hat sich aber schnell formiert. Ivo Kaelin gründete die Gruppe «Rettet das Wirtshaus zur Schmiede» auf der Internetplattform Facebook. «Innert einer Woche traten rund 500 Personen der Gruppe bei», so Kaelin.

Mitglied Robert Roth etwa findet, die Schmiede müsste unter Denkmalschutz gestellt werden. Auch Monika Portmann-Schwegler denkt, dass man das Wirtshaus erhalten sollte, es «ist immerhin ein Stücke Luzerner Geschichte». Auch Sandra Willi, deren inzwischen verstorbenen Grosseltern in dem Gebäude wohnten, hofft, dass die Stadt dieses stehen lässt: «Ein Pilatusplatz ohne Schmiede wär einfach kein Pilatusplatz mehr.» Auch Dave Buettler-Avagyan, der zwar kein Stammgast des Restaurants ist, zeigt sich überzeugt: Die Schmitte ist «viel sympatischer als diese neuen, cleanen Konzeptbeizen ohne vom Stumpenrauch gebeiztes Holz.»

Stefan Schütz/scd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.