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STADT LUZERN: «Die Vögel» begeisterten nur mässig

Am Samstagabend geht die letzte Vorführung des Luzerner Freilichttheaters über die Bühne. Die Schlussbilanz fällt durchzogen aus – nicht nur wegen des Unwetters.
Die Luzerner Freilichtspiele lockten mit dem Stück «Stadt der Vögel» insgesamt 9500 Zuschauer an. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 13. Juni 2017))

Die Luzerner Freilichtspiele lockten mit dem Stück «Stadt der Vögel» insgesamt 9500 Zuschauer an. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 13. Juni 2017))

Die Gäste der Luzerner Freilichtspiele sollen «beflügelt nach Hau­se gehen», sagte Theaterautorin Gisela Widmer vor Aufführungsbeginn des diesjährigen Stücks «Stadt der Vögel» gegenüber unserer Zeitung. Ob das gelungen ist? Aufschluss darüber kann sicherlich die Schlussbilanz der diesjährigen Produktion geben. Diese wurde bereits am Freitag kommuniziert, am Samstagabend findet auf der Halbinsel Tribschen noch die letzte Vorstellung von Aristophanes Komödie aus dem Jahr 414 vor Christus statt.

Und das Fazit der Organisatoren lautet: «Die Stadt der Vögel› begeisterte zwar Presse und Publikum gleichermassen, dennoch vermochte sich die Begeisterung nicht auf die Zuschauerzahlen zu übertragen.» So verzeichneten die Freilichtspiele mit rund 9500 Besuchern 2000 Zuschauer weniger als bei der letzten Produktion «Das Luftschiff» vor zwei Jahren.

Sturm bremste den Ticketverkauf

Grund für die tieferen Zuschauerzahlen ist laut den Organisa­toren auch das starke Gewitter vom 19. Juli: Eine Böe brachte dabei das Dach des provisorischen Theaters beinahe zum Einstürzen, woraufhin alle Vorführungen in der zweitletzten Aufführungswoche abgesagt wurden (Ausgabe vom 21. Juli). Insgesamt fielen vier Aufführungen aus. «Das hat sich leider negativ auf den ordentlichen Verkauf ausgewirkt», so Projektleiter Christoph Risi. «Obwohl für die letzten vier Vorstellungen wieder alles rechtzeitig in Stand gestellt wurde und das Wetter gut war, konnten wir den Verkauf nicht mehr wie gewohnt in Schwung halten.» Bereits gekaufte Tickets der abgesagten Vorstellungen konnten zudem zurückgegeben oder umgetauscht werden. Laut Risi hat nur gut die Hälfte der Leute die Tickets umgetauscht. «Ob wegen des Dachs oder aus anderen Gründen – darüber kann man derzeit nur mutmassen.»

Warum man trotz schönem Wetter und guten Kritiken nicht an die letztmaligen Zuschauerzahlen anknüpfen konnte, sei nun Gegenstand einer Analyse. Die Verantwortlichen der Freilichtspiele rechnen unter dem Strich mit einem Verlust, der aber über die vorhandenen Reserven gedeckt werden könne. Dennoch sei man über alles gesehen zufrieden mit den diesjährigen Freilichtspielen.

Statt wie üblich erst in zwei Jahren wird es die Freilichtspiele schon im nächsten Sommer auf dem Jesuitenplatz geben: Gemeinsam mit dem Luzerner Theater wird das Kultstück «Jedermann» nach Hugo von Hofmannsthal aufgeführt.

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

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