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Laut Avenir Suisse ist Luzern die nachhaltigste und effizienteste Stadt der Schweiz

Der liberale Think-Tank Avenir Suisse hat die Politik der zehn grössten Schweizer Städte bewertet. Im nationalen Vergleich landet Luzern auf dem vierten Platz. Die Studienautoren loben die Stadt als effizienteste und nachhaltigste des Landes. Schlecht schneidet Luzern bei der Bildung, der Integrationspolitik und der Wirtschaftsfreundlichkeit ab.
Simon Mathis
Trotz viertem Rang: Geht es nach Avenir Suisse, sollte die Stadt Luzern bei Bildung, Integration und Wirtschaftsfreundlichkeit über die Bücher gehen. (Archivbild: Pius Amrein)

Trotz viertem Rang: Geht es nach Avenir Suisse, sollte die Stadt Luzern bei Bildung, Integration und Wirtschaftsfreundlichkeit über die Bücher gehen. (Archivbild: Pius Amrein)

Luzern ist die viertbeste Stadt der Schweiz – zumindest, wenn es nach einer Studie des liberalen Think-Tanks Avenir Suisse geht. In einem heute veröffentlichten «Städtemonitoring» analysiert Avenir Suisse erstmals die Politik der zehn grössten Schweizer Städte.

Luzern wird den Vorgaben der Autoren zu 58.3 Prozent gerecht. Damit verfehlt die Zentralschweizer Stadt knapp das Siegerpodest, auf dem sich Zürich, Basel und Bern einreihen.

Die effizienteste und nachhaltigste Stadt

Bei ihrer Bewertung orientierten sich die Autoren am Leitbild der «Liberalen Smart City», die sich durch fünf Werte auszeichnet: Effizienz, Nachhaltigkeit, Liberalismus, Smartness und Urbanität. Bei gleich zwei dieser Werte belegt Luzern den Spitzenplatz: Sie soll die effizienteste und nachhaltigste Stadt der Schweiz sein. Die liberalste und smarteste Stadt sei Bern, und die «urbanste» Zürich.

«Effizient» bezeichnen die Autoren eine kompetente aber schlanke Verwaltung, sowie einen gezielten Einsatz der Steuergelder. Mit «Nachhaltigkeit» ist sowohl die ökologische, ökonomische und soziale Dimension gemeint. Soll heissen: Umweltqualität, geringe Verschuldung und Chancengleichheit.

Luzern überzeugt in fünf von acht Disziplinen

Darüber hinaus analysierte Avenir Suisse 47 Indikatoren in acht Themenfeldern. Fünf von ihnen bewerten die Autoren positiv, drei eher negativ. Nachfolgend der Überblick:

Die Punkte von Luzern im Detail

So viele Punkte hat Luzern in den einzelnen Themengebieten prozentual erreicht
020406080HaushaltsführungVerwaltungKultur und FreizeitStädtebau und WohnungsmarktMobilität, Energie und InfrastrukturSozial- und IntegrationspolitikWirtschaftsfreundlichkeitBildungspolitik und VereinbarkeitSachgebiet
  1. Im Bereich Mobilität, Energie und Infrastruktur ist Luzern Klassenprimus unter den Schweizer Städten. Der Verkehrsfluss bedürfe allerdings dringend einer Verbesserung, schreiben die Autoren.
  2. Rang Eins belegt Luzern auch im Städtebau und Wohnungsmarkt – dies obwohl die Bautätigkeit verglichen mit der Nachfrage zu tief sei.
  3. Die Verwaltung erhält ebenfalls gute Noten: Nur diejenige in Lugano schneidet besser ab. Verwaltungskosten und Personalbestand seien in den letzten Jahren deutlich gesunken, bemerken die Autoren. Beim E-Government erreichte Luzern gar die Höchstpunktzahl.
  4. In Sachen Kultur und Freizeit belegt Luzern den dritten Platz. Avenir Suisse lobt den Ansatz der Stadt, nicht nur institutionalisierte Kultur zu fördern. Bemängelt wird hingegen die lückenhafte Erhebung von Kostendeckungsgraden.
  5. Bei der Haushaltsführung ist Luzern auf dem fünften Platz gelandet. Die Investitionen seien hoch und die Pensionskasse sei gut ausgestattet. Die städtische Gebührenordnung könne hingegen transparenter sein.
  6. Laut Ranking sollte Luzern wirtschaftsfreundlicher sein. Die Stadt erreicht gerade einmal 46 Prozent der Vorgaben, obwohl hier viele börsenkotierte Unternehmen ansässig sind. Wenig Verständnis haben die Autoren für die Dauer der Baubewilligungs-Verfahren. 172 Tage lang müssen Bauherren auf einen Bescheid warten – zwei Wochen länger als im schweizweiten Durchschnitt.
  7. Die Luzerner Sozial- und Integrationspolitik ist laut Avenir Suisse eine weitere Baustelle. Die Sanktionen in der Sozialhilfe seien in der Stadt besonders streng, trotzdem sei die Sozialhilfequote gewachsen. Der Verzicht auf Sprachkurse und -tests wirke sich auf negativ auf die Integration von Flüchtlingen aus.
  8. In Sachen Kultur und Freizeit belegt Luzern den dritten Platz. Avenir Suisse lobt den Ansatz der Stadt, nicht nur institutionalisierte Kultur zu fördern. Bemängelt wird hingegen die lückenhafte Erhebung von Kostendeckungsgraden.
  9. Im unteren Mittelfeld positioniert sich Luzern in Sachen Bildungspolitik und Vereinbarkeit. Avenir Suisse bemängelt vor allem die schlechte Einbindung der Eltern ins Schulwesen. Luzern sei die einzige Stadt in der Schweiz, die keine Elternbeiräte kenne.

Lobend erwähnt Avenir Suisse den Nettozinsertrag von 8.7 Prozent der Steuereinnahmen. «Positive Nettozinserträge im Staatswesen sind zumindest in diesem Ausmass ungewöhnlich», bemerken die Autoren. Auch das die effiziente Subventionierung der Kleinkinderbetreuung sei ein Highlight der Stadt.

Rangliste der zehn grössten Städte der Schweiz

Laut «Städtemonitoring» von Avenir Suisse
Platz Stadt Prozent der erreichten Punkte
1 Zürich 64.7 %
2 Basel 62.8 %
3 Bern 62.7 %
4 Luzern 58.3 %
5 St. Gallen 53.8 %
6 Winterthur 52.8 %
7 Lausanne 49.3 %
8 Biel 48.9 %
9 Lugano 43.1 %
10 Genf 38.8 %

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