Stadt Luzern ehrt Otti Gmür

Die Stadt Luzern ehrt den Luzerner Architekten Otti Gmür mit dem Kunst- und Kulturpreis 2012. Das Jugendradio 3Fach und der Musiker Christoph Erb werden mit dem Anerkennungspreise ausgezeichnet.

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Engagiert: Der Architekt Otti Gmür, hier bei einem Streitgespräch 2008 vor der Abstimmung zu den «Allmendhochhäusern». Gmür sprach sich dabei gegen den Bau aus. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Engagiert: Der Architekt Otti Gmür, hier bei einem Streitgespräch 2008 vor der Abstimmung zu den «Allmendhochhäusern». Gmür sprach sich dabei gegen den Bau aus. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Die Kunst- und Kulturpreiskommission habe sich intensiv mit verschiedenen herausragenden Persönlichkeiten aus dem Luzerner Kulturleben auseinandergesetzt, schreibt die Stadt Luzern in einer Pressemitteilung.

Otti Gmür (*1932) setze sich seit Jahren mit viel Leidenschaft, Kontinuität und hoher Präzision breitgefächert mit Themen des Städtebaus und der Architektur auseinander. Mit hoher Kompetenz schreibe er sein reiches und weitverzweigtes Lebenswerk fort. Ein Werk, das Planen, Bauen, Schreiben, Lehren und soziales Engagement umfasst und verbindet. Wie die Stadt weiter schreibt, reflektiere er mit fundiertem Blick historische stadträumliche und sozialpolitische Hintergründe und skizziere daraus ablesbare Möglichkeiten für die Zukunftsgestaltung.

Engagement auch als Veranstalter und Label-Gründer

Radio 3fach sende als nichtkommerzielles Jugendradio seit 1998 erfolgreich ein volles Programm, produziert von Jugendlichen im Alter von 13 bis maximal 25 Jahren. Die Idee zum Jugendradio entstand 1992 an der Kantonsschule Alpenquai. Zum Programm gehören Sendungen, in denen die Musik, Musikgenres und die Luzerner Musikszene sowie auch jugendpolitische Themen und die Luzerner Kulturszene im Zentrum stehen.

Als Nebenprogramm tritt Radio 3fach auch als Veranstalter auf und belebt das kulturelle Geschehen in Luzern und gilt als Netzwerker in der Region. Und nicht zuletzt sei dieses Radio eine Talentschmiede für zukünftige Medien- und PR-Fachleute.

Wie die Stadt in der Mitteilung weiter schreibt, überzeuge Christoph Erb als innovativer und unkonventioneller Musiker mit soliden Fertigkeiten. In seinen Kompositionen würde er aus einer Mischung von Jazz, Rock und Free-Elementen eine neue und eigenwillige Klangsprache entwickeln. Als Saxophonist, Klarinettist und Leader verstehe es der 39-Jährige, mit viel Energie immer wieder Projekte und Bands zusammenzustellen, die sich inspirierend auf die Musikszene in Luzern auswirken.

Als Gründer des Labels veto-records fördert er das kollektive Zusammenspiel in verschiedenen Formationen, leistet wichtige Vermittlungsarbeit und engagiert sich für eine lebendige Musikszene.

Der Stadtrat hat sich diesen Begründungen angeschlossen. Er verleiht den mit 25'000 Franken dotierten Kunst- und Kulturpreis 2012 an Otti Gmür in Würdigung seines vielseitigen Schaffens. In Anerkennung ihrer kulturvermittelnden bzw. künstlerischen Tätigkeit verleiht er je einen mit 10'000 Franken dotierten Anerkennungspreis an das Luzerner Radio 3fach sowie an den Musiker Christoph Erb.

Die Übergabe der Preise findet am 28. Oktober 2012 im Luzerner Theater statt.

pd/kst