STADT LUZERN: Ein erster Schritt in Richtung Verlängerung der Fasnacht

Der Stadtrat will stark genutzte Flächen vor einer Übernutzung schützen. Die vorberatende Kommission gibt grünes Licht für die Teilrevision. Damit könnte das fasnächtliche Treiben am Rüüdigen Samstag nun offiziell erlaubt werden.

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Die Rotsee-Husaren spielen am Rüüdigen Samstig unter der Egg in Luzern. (Archivbild Philipp Schmidli)

Die Rotsee-Husaren spielen am Rüüdigen Samstig unter der Egg in Luzern. (Archivbild Philipp Schmidli)

Die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Stadtrates heisst die Teilrevision des Reglements über die Nutzung des öffenlichen Grundes gut. Geplant ist unter anderem, dass das fasnächtliche Treiben am «Rüüdig Samschtig», das in den letzten Jahren stark zugenommen hat, offiziell erlaubt werden soll und es keine Bewilligung mehr braucht (wir berichteten»).

Die Vorlage enthält zudem zahlreiche weitere Änderungen. Für Zeitungsboxen, die auf öffentlichem Grund stehen, soll neu eine Jahresgebühr von 1500 Franken bezahlt werden. Mit einem Teil der Einnahmen soll der erhöhte Reinigungsaufwand finanziert werden. Die Geschäftsauslage bei Kiosken und Blumen- und Lebensmittelläden wird ebenfalls gelockert und Veranstaltungen von Kinder- und Jugendvereinen werden von Gebühren befreit.

Abgelehnt hat die Kommission den Vorschlag des Stadtrates, eine Bearbeitungsgebühr für das Einsammeln und die Ausgabe von Velos auf öffentlichem Grund durch den Veloordnungsdienst der Caritas einzuführen. Zudem erscheint es der Kommission nicht notwendig, die Verwendung von Drohnen explizit zu regeln, da deren Einsatz aufgrund bundesrechtlicher Vorgaben auf Stadtgebiet wegen der Nähe zum Flughafen Emmen sehr stark eingeschränkt ist. Die Teilrevision sieht vor, dass Flüge mit Drohnen und ähnlichen Flugobjekten neu bewilligungspflichtig werden. Dasselbe gilt für das Anbringen von Klebern, QR-Codes oder Botschaften.

pd/rem/sda