STADT LUZERN: Ein Italiener kopiert am besten

Er ist gefunden: der Restaurator, der die Bilder der Spreuerbrücke duplizieren wird. Ein Italiener aus Bayern sticht Luzerner Künstler aus.

Aleksandra Mladenovic
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Jost Schumacher beim Gewinnerbild des Künstlers Stefano Cafaggi. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Jost Schumacher beim Gewinnerbild des Künstlers Stefano Cafaggi. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Nachdem die Bilder der Kapellbrücke kopiert wurden, ist nun der Totentanz-Zyklus der Spreuerbrücke an der Reihe. Dieser soll innerhalb der nächsten sieben bis acht Jahre dupliziert werden. Jost Schumacher, Luzerner Anwalt und Initiant, hat für die Umsetzung einen Wettbewerb lanciert und am Donnerstag in der Lobby des Hotels Schweizerhof die daraus hervorgegangenen fünf Kopien des Bildes «Die Liebenden» den Medien vorgestellt sowie den Sieger bekannt gegeben, der die rund 50 Bilder nachmalen wird.

Originalbild «Die Liebenden». (Bild: PD)
7 Bilder
1. Rang: Stefano Cafaggi, Italiener aus Bayern. (Bild: PD)
2. Rang: Alessandro Mafei, Florenz, Italien. (Bild: PD)
3. Rang: Martin Hüppi, Littau, und Silvia Linder, Emmenbrücke. (Bild: PD)
Mario Christen, Luzern. (Bild: PD)
Carmen Krisai-Chizzola, Österreich. (Bild: PD)
Jost Schumacher vor dem Gewinnerbild des Künstlers Stefano Cafaggi. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Originalbild «Die Liebenden». (Bild: PD)

Dieser heisst Stefano Cafaggi. Der renommierte Restaurator reist am Freitag in Luzern an, um die Bilder seiner Konkurrenz zu inspizieren. Die Spreuerbrücke-Bilder seien der in Europa noch am besten erhaltene Totentanz-Zyklus aus der Renaissance, da sei es «schön, selber auch bleibende Spuren hinterlassen zu dürfen», so der 61-jährige Künstler.

Auch zwei regionale Kandidaturen

Nebst Cafaggi, einer Österreicherin und einem Italiener haben auch der Luzerner Mario Christen und das Restauratoren-Duo Silvia Linder aus Emmenbrücke und Martin Hüppi aus Luzern-Littau am Wettbewerb teilgenommen.

Die Kopien lässt sich Kunstmäzen Schumacher etwas kosten: Für jede Wettbewerbskopie erhalten die Teilnehmer 4000 Franken. Zudem handelt es sich um einen dotierten Wettbewerb – der Sieger wird mit 5000 Franken belohnt. Den Preis für das Duplizieren der rund 50 Bilder werde man nun mit dem Sieger verhandeln. Schumacher rechnet mit 10'000 Franken pro Bild – also rund einer halben Million Franken für den gesamten Zyklus – alleine fürs Malen.

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