STADT LUZERN: Einsprache gegen Gütsch-Umbau eingegangen

Am ursprünglichen Um- und Ausbauprojekt des Châteaus Gütsch in Luzern hatte der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee nichts auszusetzen. An der Überarbeitung aber umso mehr.

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So soll das Gütsch nach dem Umbau aussehen. (Visualisierung Marques AG/Iwan Bühler GmbH)

So soll das Gütsch nach dem Umbau aussehen. (Visualisierung Marques AG/Iwan Bühler GmbH)

In einem Schreiben an die Baudirektion beantragt der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSSV), die Baubewilligung für das Projekt und die damit verbundene Ausnahmebewilligung für die Waldrodung zu verweigern.

Erhöhung wird kritisiert
Begründet wird dieses Ansinnen unter anderem folgendermassen: Gegenüber dem Siegerprojekt, das eine «angemessene Zurückhaltung» aufgewiesen habe und keiner Verbesserung bedürfte habe, werde die Eingliederung in das Orts- und Landschaftsbild in deren Überarbeitung «erheblich verschlechtert». «Die Erhöhung um ein Geschoss führt zu einer Konkurrenzierung des bestehenden historischen Hotels, was nicht zulässig ist.»

Vergleich mit Bellinzona «verfehlt»
«Sicher nicht erforderlich» sei die Erhöhung des Turmes der Gütsch-Bahn, wie sie auf Grund der Überarbeitung vorgesehen ist. Diese Erhöhung des Turmes habe «negative Auswirkungen» bezüglich Eingliederung gegenüber den bestehenden Türmen und Türmchen des Hotels Gütsch. Der im Bericht der Bauherrschaft angetönte Vergleich mit dem Festungscharakter der Anlagen der Burgen in Bellinzona sei «völlig verfehlt».

Nicht erteilt werden könne auch die Ausnahmebewilligung für die Waldrodung. Es sei in «keiner Weise» ersichtlich, inwiefern die erforderlichen wichtigen Gründe gegeben seien, wie es weiter heisst.

scd