STADT LUZERN: EWL hat Millionenauftrag unzulässig vergeben

Energie Wasser Luzern (EWL) hat den Bauauftrag in Millionenhöhe für ein Quellwasserwerk an eine deutsche Firma vergeben. Dies war unzulässig – der Auftrag wird neu vergeben.

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Ausschnitt aus dem EWL-Logo. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ausschnitt aus dem EWL-Logo. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Im Mai meldete der «Tages-Anzeiger», dass bei der Vergabe des Bauauftrages für das geplante Quellwasserwerk von Energie Wasser Luzern (EWL) nicht alles mit rechten Dingen zuging.

Nun hat das Luzerner Verwaltungsgericht entschieden, dass der Bauauftrag neu vergeben werden muss, schreibt der «Tages-Anzeiger» am Donnerstag. Das Urteil halte fest, dass das deutsche Ingenieursbüro, das den Auftrag bekommen hatte, «einen Wissensvorsprung erhalten konnte, der dem Grundsatz eines fairen Verfahrens zuwiderliefe».

Zwei Verknüpfungen
Bei der Vergabe des Auftrages wurden zwei Verkünpfungen sichtbar: Das Büro des deutschen Ingenieurs Hartmut Lopp habe EWL beratend zur Seite gestanden. Den Bauauftrag habe schliesslich die Firma Engenios erhalten, wo Hartmut Lopp als Vorstand tätig ist. Zudem war eine Ingenieurin für das Pilotprojekt zuständig, die für das Beratungsbüro Lopp als Ingenieurin tätig war.

Zwar hatte EWL in den Ausschreibunsunterlagen selber auf diese Verknüpfungen hingewiesen, verlangte aber laut «Tages-Anzeiger», dass die Teilnehmer der Bauausschreibung auf eine Beschwerde verzichten.

Die Ausschreibung für die Pilotanlage wurde abgebrochen. Wie das Projekt weitergeführt wird, muss EWL noch entscheiden, heisst es weiter. Die deutsche Ingenieurin sei nicht mehr daran beteiligt.

ana