STADT LUZERN: Facebook nimmt den Partyaufruf vom Netz

Schock für den Organisator der Lucerne Facebook Night. Seine Partygruppe ist nicht mehr online. Sein Verdacht: wegen Neidern.

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Das Pravda hat bereits zugesagt: Die Facebook-Nutzer sollen im Club feiern können. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Das Pravda hat bereits zugesagt: Die Facebook-Nutzer sollen im Club feiern können. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Es soll eine der grössten Club-Partys der Zentralschweiz werden: die Lucerne Facebook Night. Für diesen Anlass, der am 17. Januar stattfinden soll, haben sich bis jetzt rund 7000 Menschen angemeldet. Doch wer die Partygruppe am Donnerstag auf der Website von Facebook suchte, fand sie nicht. Sie wurde von den Betreibern von Facebook vorübergehend vom Netz genommen.

«Es ist der Horror», sagt der Organisator der Lucerne Facebook Night, Maurizio Garofalo. Offenbar hätten einige User die Gruppe bei Facebook gemeldet beziehungsweise angeschwärzt. «Wenn genügend Leute eine Gruppe melden, wird diese automatisch gesperrt, ohne dass überprüft wird, ob die Gruppe gegen Facebook-Richtlinien verstösst.»

Drei Luzerner Clubs haben bereits zugesagt
Hinter der Aktion vermutet der 27-jährige Informatiker Neider. Aber auch Clubbesitzer könnten laut Garofalo hinter der Aktion stehen: «Womöglich stehen einige vor einem Dilemma: Sie wollen nicht mitmachen, aber auch nicht abseits stehen.» Laut Garofalo ist der Anlass aber nicht gefährdet. Er sei zuversichtlich, dass die Gruppe in den nächsten Tagen wieder online sein werde. Nervös mache ihn diese Angelegenheit aber schon. Denn damit er unter dem Namen Facebook eine Party organisieren darf, musste er extra bei einer welschen Firma eine Lizenz einholen.

Die Facebook Night wird in mehreren Luzerner Clubs stattfinden. Zugesagt haben bis jetzt das «Nautilus», das «Pravda» und das «Loft». Laut Garofalo haben sie eine Kapazität von insgesamt rund 2000 Personen. Er rechnet damit, dass 25 Prozent der angemeldeten Besucher auch tatsächlich kommen. Facebook-Mitglieder zahlen maximal 10 Franken, Nicht-Mitglieder maximal 15 Franken im Vorverkauf und 20 bis 25 Franken an der Abendkasse.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.