STADT LUZERN: Fixerraum in Gassenküche kommt gut an

Seit der Verlegung des Stadtluzerner Fixerraums in die Gassenküche sind die Frequenzen deutlich gestiegen. Für eine abschliessende Bilanz ist es nach drei Betriebswochen aber noch zu früh.

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Die GasseChuchi in Luzern. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Die GasseChuchi in Luzern. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Versuchsbetrieb Fixerraum in der Stadt Luzern / Höhere Frequenzen seit Verlegung in Gassenküche

Im August 2007 war der Fixerraum Geissmättli für einen 18- monatigen Versuchsbetrieb eröffnet worden. Tiefe Frequenzen führten dazu, dass er Ende August dieses Jahres vorzeitig geschlossen wurde. Lediglich acht Süchtige hatten im Durchschnitt täglich den Fixerraum besucht.

Mit einem angepasstem Konzept und einer Verlegung in die Gassenküche führte man das Pilotprojekt einer Kontakt- und Anlaufstelle (K+A) weiter. Mit "positiven Trends", wie die Sozialdirektion der Stadt Luzern am Dienstag mitteilte.

Definitiver Entscheid im Februar 2009
Die Frequenzen sind deutlich gestiegen. Besuchten am alten Standort pro Tag maximal 30 Personen den Fixerraum, so liegt der Durchschnitt heute bei über 90 Personen. Auch die für einen definitiven Betrieb geforderten 50 Konsumationen pro Tag werden laut Mitteilung fünf- bis sechsfach übertroffen.

Daneben habe die Verlegung des Fixerraumes eine Entlastung des öffentlichen Raumes und ruhigere Stimmung in der Gassenküche gebracht, heisst es weiter. Auch die Polizei bestätige diese Beobachtung. In der Umgebung sei keine vermehrte Dealertätigkeit festzustellen, ebensowenig eine Sogwirkung auf bisher unbekannte Personen.

Einen möglichen Dauerbetrieb wird die kantonale Drogenkonferenz erstmals Mitte Dezember 2008 beraten. Eine abschliessende Beurteilung ist für Februar 2009 vorgesehen. Entscheiend sind neben den Frequenzen auch die Auswirkungen auf die Gesundheit der Drogenabhängigen und die Situation in der Gassenküche.

sda