Stadt Luzern für definitive Betreuungsgutscheine

Genügend bezahlbare Kinderbetreuungsplätze und keine Wartelisten: In der Stadt Luzern ist das Pilotprojekt Betreuungsgutscheine äusserst erfolgreich. Nun will der Stadtrat die Betreuungsgutscheine ab 2013 definitiv einführen.

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In der Kindertagesstätte St. Karl in Luzern: (v.l.) Lucas, Bianca und Anne. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

In der Kindertagesstätte St. Karl in Luzern: (v.l.) Lucas, Bianca und Anne. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das Pilotprojekt dauert noch bis Ende 2012. Als erste Stadt der Schweiz hatte Luzern 2009 damit begonnen, nicht mehr gewisse Kindertagesstätten zu subventionieren, sondern Eltern mit Betreuungsgutscheinen zu unterstützen. Dieser Zustupf ist vom Einkommen und Arbeitspensum der Eltern abhängig und kann bei allen Tagesstätten der Stadt und der Region eingelöst werden.

Weil sich dieses Projekt vollumfänglich bewährte, will der Stadtrat die Betreuungsgutscheine ab 20113 definitiv einführen. Die jährlichen Kosten für die gesamten Aufwände im Vorschulbereich schätzt er ab 2013 auf rund 5,1 Mio. Franken.

Die Evaluation des Pilotprojekts zeigte, dass für die Eltern von Kindern im Vorschulalter heute in und um Luzern genügend bezahlbare Betreuungsplätze zur Verfügung stehen. Und: Es gibt keine Wartelisten mehr.

Zugang erleichtert

Durch die Gutscheine wurde die familienergänzende Kinderbetreuung für viele Familien überhaupt finanzierbar. Alle Eltern erhalten zu denselben Bedingungen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gleich hohe Unterstützung der Stadt.

Das Projekt startete mit 22 Kindertagesstätten (Kitas) und der Tageselternvermittlung der Frauenzentrale. Per Ende 2011 waren 27 Kitas aus der Stadt Luzern und 21 Kitas aus Agglomerationsgemeinden sowie die Tageselternvermittlung integriert.

Standen vor Beginn des Projekts im Jahr 2008 145 subventionierte Betreuungsplätze zur Verfügung, sind es heute knapp siebenmal mehr. Insgesamt sind 996 Betreuungsplätze, davon 610 in der Stadt Luzern sowie 20 bis 30 Plätze bei Tageseltern gutscheinberechtigt.

Stimmt das Stadtparlament dem Vorschlag des Stadtrats zu, wird das Volk am 17. Juni 2012 an der Urne darüber entscheiden können.

sda