STADT LUZERN: Gassenküche: Süchtige werden registriert

In der Gassenküche will man künftig genauer wissen, wer Drogen konsu­miert. Aber nicht mittels eines Ausweises, wie es ursprünglich geplant war.

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Der Fixerraum der Gassenkü­che. (Bild Remo Nägeli/ Neue LZ)

Der Fixerraum der Gassenkü­che. (Bild Remo Nägeli/ Neue LZ)

Drogenabhängige sollten seit Dienstag eigentlich nur noch mit einem speziellen Ausweis ihren Stoff in der Gassenküche konsumieren dürfen.

Nun entfällt die Ausweispflicht – zu Gunsten einer elektronischen Registrierung. Fridolin Wyss, Geschäftsleiter des Vereins Kirchliche Gassenarbeit Luzern: «Drogen­konsumenten müssen sich künftig mit Name, Geburtsdatum, Wohnort und Foto bei uns registrieren lassen.» Das elektronische System sei einfacher als der Ausweis: «Vergisst jemand diesen, dann wird es eine mühsame Angelegenheit für alle Beteiligten.» Zudem gebe die Erhebung des Wohnorts Aufschluss darüber, woher die Drogenabhängigen stammen.

Bereits seit 1. Juli erfasst die kirchliche Gassenarbeit die Drogenkonsumenten in der Gassenküche. Laut Wyss haben sich bislang rund 70 Personen registrieren lassen. Wie viel das neue System kostet, sei gegenwärtig noch unklar, so der Geschäftsleiter des Vereins.

Noémie Schafroth

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.