Stadt Luzern
Geissmattpark: Ein unattraktiver Ort an der Reuss soll schön werden

Das Luzerner Stadtparlament macht dem Stadtrat Dampf: Er soll die Aufwertung des Geissmattparks vorantreiben.

Robert Knobel
Merken
Drucken
Teilen

«Der Platz ist wirklich keine Augenweide. Es dominiert der Duft von Abfall und abgestandenem Bier»: Der Ort, den Yannick Gauch (SP) derart negativ beschreibt, ist der Geissmattpark, eine kleine Freifläche bei der Geissmattbrücke an der Reuss.

Künftig sollen Passanten nettere Worte finden, wenn sie das Pärkli besuchen. Das Stadtparlament hat sich klar dafür ausgesprochen, den Ort aufzuwerten. Es hat ein entsprechendes Postulat der GLP überwiesen. Die GLP bezieht sich in ihrem Vorstoss vor allem auf eine Idee aus dem Quartier. Demnach soll insbesondere der Zugang zum Reussufer verbessert und die Aufenthaltsqualität generell erhöht werden.

So könnte der Geissmattpark künftig aussehen.

So könnte der Geissmattpark künftig aussehen.

Visualisierung PD

Das Postulat der GLP wurde gegen den Willen des Stadtrats überwiesen. Dieser fand, die Verwaltung habe zurzeit keine Ressourcen für die Planung einer Neugestaltung des Geissmattparks. Jules Gut (GLP) hatte dafür wenig Verständnis: «Es muss ja nicht alles immer hoch perfekt sein.» Er erwarte vom Stadtrat erste Vorschläge bis im nächsten Sommer. Michael Zeier (CVP) sah dies ähnlich: «Die Qualität der Stadt Luzern wird nicht nur durch das Etikett ‹Stadthaus› bestimmt, sondern auch durch Ideen aus der Bevölkerung selber.» Der Geissmattpark sei das beste Beispiel dafür. Auf den Ideen aus dem Quartier könne die Stadt nun aufbauen.

Baudirektorin Manuela Jost (GLP) bleibt skeptisch – und dämpft insbesondere die Erwartungen an einen Reusszugang: «Der Geissmattpark ist aus Sicherheitsgründen nicht als Einstiegsstelle für Reussschwimmer geeignet.» Was die Aufenthaltsqualität betrifft, so gebe es nächstes Jahr zumindest eine Verbesserung. Es werden drei Parkplätze aufgehoben, die danach zur flexiblen Nutzung durch die Quartierbevölkerung zur Verfügung stehen.