STADT LUZERN: Grünes Licht für K+A mit Gasse-Chuchi

Die Sozialkommission des Grossen Stadtrates hat den Bericht und Antrag des Stadtrats zum ehemaligen Fixerraum und zur provisorischen Kontakt und Anlaufstelle (K+A) in der Gasse-Chuchi beraten.

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Umbauarbeiten im Oktober 2008 für die Kontakt- und Anlaufstelle für Drogenabhängige in der GasseChuchi. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Umbauarbeiten im Oktober 2008 für die Kontakt- und Anlaufstelle für Drogenabhängige in der GasseChuchi. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Mit grossem Mehr hat die Sozialkommission des Grossen Stadtrates vom Bericht «Kontakt- und Anlaufstelle Gasse-Chuchi – Evaluation Pilotphase und weiteres Vorgehen» zustimmend Kenntnis genommen, heisst es in einer Mitteilung der Kommission. Eine Kommissionsminderheit habe für eine einfache Kenntnisnahme gestimmt, ablehnende Stimmen gab es keine.

Die Sozialkommission besichtigte die Räumlichkeiten am Geissensteinring und konnte sich davon überzeugen, dass wegen der hohen Benutzungsfrequenzen ein Ausbau nötig sei. Laut Sozialkommission müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit die positiven Auswirkungen auf den öffentlichen Raum der Stadt und der Agglomeration Luzern und die Akzeptanz im Quartier erhalten werden können.

Mitfinanzierung auch durch Nachbarkantone
Die Finanzierung hat ab 1. Januar 2008 zum Zweckverband für institutionelle Sozialhilfe und Gesundheitsförderung (ZiSG) gewechselt, der zur Hälfte über einen Pro-Kopf-Beitrag aller Gemeinden und zur Hälfte durch den Kanton finanziert wird. Angesichts der Herkunftsstatistik der Benutzer der K+A sei aber eine solidarische Mitfinanzierung durch Kanton und Gemeinden gerechtfertigt, heisst es in der Mitteilung.

Je etwa ein Drittel der Benutzer stammt aus der Stadt und aus der Agglomeration Luzern, jede fünfte Person aus dem weiteren Kantonsgebiet. Die verbleibenden 10 Prozent verteilen sich auf verschiedene Nachbarkantone, welche ebenfalls um Mitfinanzierung der Institution angegangen werden.

Eine Etage für mehr Raum und geregelte Abläufe
Bei einem Ja der ZiSG-Delegierten zum erhöhten K+A-Budget an ihrer Versammlung Ende Juni, empfiehlt die Sozialkommission in Übereinstimmung mit dem Stadtrat den Ausbau der K+A um eine Etage. Die zusätzlichen Räumlichkeiten dienen der Kapazitätssteigerung und der Sicherstellung eines geregelten der K+A.

Ein entsprechender Bericht und Antrag würde gegen Ende Jahr dem Parlament vorliegen, heisst es weiter. Über den Bericht und Antrag zu diesem Vorgehensvorschlag wird der Grosse Stadtrat an seiner Sitzung vom 4. Juni befinden.

ana