STADT LUZERN: «Gütsch»: Stadtrat stellt Bedingungen

Der Stadtrat von Luzern hat fünf Auflagen definiert, welche die Bauherrschaft des «Gütsch» für die Planung und Umsetzung des Umbauprojektes einhalten muss. Wird eine der Bedingungen nicht erfüllt, erlischt die Baubewilligung.

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Das Château Gütsch in Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Das Château Gütsch in Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Bis am 1. März hatte die Château Gütsch Immobilien AG Zeit, um der Stadt Luzern schriftlich den verbindlichen Nachweis und die nötigen Informationen über die geplanten Bau- und Planungsaktivitäten beim Projekt «Baluardo – Umbau und Erweiterung Château Gütsch» bekannt zu geben. Ansonsten würde die Baubewilligung verfallen.

Primäres Interesse bei Bahn und Restaurant

Wie die Stadt am Donnerstag mitteilt, sind die eingeforderten Unterlagen innert Frist bei der Stadt Luzern eingetroffen und wurden verwaltungsintern geprüft und vom Stadtrat gewertet. Am vergangenen Montag trafen sich die Delegationen von Stadt Luzern und Château Gütsch Immobilien AG zur Aussprache und Besprechung der gegenseitigen Interessenlage. Bei den Gesprächen machte die Stadt deutlich, dass ihr primäres Interesse der Betrieb der Gütschbahn sowie die Wiedereröffnung des Restaurants Château Gütsch sei. Sowohl bei der Bahn wie auch im Bereich des Restaurants wird zurzeit im Auftrag der Château Gütsch Immobilien AG gearbeitet.

Fünf Bedingungen müssen erfüllt sein

Das reicht dem Stadtrat aber nicht. Er verlangt deshalb als Resultat aus den Abklärungen über den Arbeits- und Planungsstand wie auch aus dem Gespräch vom vergangenen Montag folgende Nachweise von der Château Gütsch Immobilien AG:

  • Für den Neubau der Gütschbahn muss bis zum 12. April 2013 ein verbindlicher Finanzierungsnachweis einer Schweizer Bank eingereicht werden.
  • Innert gleicher Frist muss bei der Stadt das Baugesuch für die Projektänderung der Talstation Gütschbahn eingereicht werden.
  • Die Unternehmerverträge für den Bau der Talstation und des Schräglifts sind bei der Stadt bis zum 28. Juni 2013 einzureichen.
  • Die Gütschbahn muss bis spätestens zum 31. Oktober 2013 betriebsbereit und eröffnet sein.
  • Spätestens am 31. Oktober 2013 müssen die Bauarbeiten zur Realisierung des Erweiterungsprojekts «Baluardo» in Angriff genommen werden. Das Erweiterungsprojekt «Baluardo» ist ohne Unterbruch zu realisieren.


Sollte eine dieser fünf Auflagen nicht erfüllt werden, will die Stadt Luzern mit Verfügung feststellen, dass die Baubewilligung für die nicht realisierten Teile des Gesamtprojektes «Baluardo» erloschen sei.

Schliesslich erwarte die Stadt Luzern von der Château Gütsch Immobilien AG bis 12. April eine persönliche Erklärung von Eigentümer Alexander Lebedev mit dem Inhalt, dass er mit dem Bau der Gütschbahn durch die Château Gütsch Immobilien AG und mit dem dazugehörenden Terminplan einverstanden sei.

pd/bep

Abhängigkeit von Drittparteien

Wie die Château Gütsch Immobilien AG (CGI) am Mittwoch mitteit, verzichtet sie darauf, zu den einzelnen Punkten Stellung zu nehmen. Man werde alles daran setzen, die von der Stadt definierten Auflagen zu erfüllen. Ob die darin enthaltenen zeitlichen Vorgaben eingehalten werden können, hänge unter anderem aber auch von Drittparteien und der Stadt selbst ab. Wie bereits im Januar 2013 kommuniziert worden sei, bedürfe die geänderte Talstation der Zustimmung der SBB und der Projektänderungsbewilligung durch die Stadt Luzern. Können diese Zustimmung und Bewilligung nicht im veranschlagten Zeitrahmen erwirkt werden, seien die zeitlichen Auflagen der Stadt nicht einzuhalten.

«Sollten die Auflagen nicht eingehalten und die Baubewilligung damit entzogen werden, könnte mangels Baubewilligung auch die Gütschbahn nicht realisiert werden. Die CGI und auch der Eigentümer würde dies sehr bedauern, denn die Sanierungsarbeiten am Château Gütsch schreiten gut voran», wie in der Mitteilung versichert wird.