STADT LUZERN: Gütschbahn-Kredit steht nun doch auf Kippe

Obwohl die GPK für den Gütschbahn-Kredit ist, könnte es im Parlament knapp werden. Die Haltung der SVP wird entscheidend sein.

Luca Wolf
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Blick auf die Geleise der Gütschbahn. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Blick auf die Geleise der Gütschbahn. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Eigentlich sah alles gut aus. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) teilte anfangs Woche mit, dass «eine Mehrheit» ein Ja zum Kredit für die Sanierung der Gütschbahn empfiehlt. Die Stadt will bekanntlich 1,73 Millionen Franken an die erneuerte Bahn zahlen, ausbezahlt in fünf Jahrestranchen. Die Besitzerin der Bahn und des «Gütsch», die Château Gütsch Immobilien AG (CGI), soll selber 1,65 Millionen beisteuern.

Ein Ja der GPK bedeutet in der Regel auch ein Ja im Stadtparlament. Doch wie Recherchen unserer Zeitung zeigen, steht dies auf der Kippe. Denn offenbar haben sich in der GPK die beiden SVP-Vertreter der Stimme enthalten. Nur deshalb kam es zum Entscheid von fünf Ja-Stimmen (SP und Grüne) gegen vier Nein-Stimmen (CVP und FDP).

Heisst: Entscheidet sich die SVP an der Sitzung des Grossen Stadtrates vom 26. Juni zusammen mit FDP und CVP (total 25 von 48 Sitzen) geschlossen gegen den Kredit, sind die SP und Grünen samt GLP (total 23 Stimmen) überstimmt. Und die seit Jahren diskutierte Gütschbahn-Sanierung wäre gestorben. Was die Parteien genau zum Kredit sagen, lesen Sie in der NLZ vom Samstag.