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STADT LUZERN: Häuser abbrechen in der Schutzzone: Das Geld entscheidet mit

Eine Abrissgenehmigung für Häuser in der Schutzzone B kann es auch geben, wenn der Erhalt wirtschaftlich unverhältnismässig ist. Diese Präzisierung schiebt die Stadt Luzern in der Diskussion um die Villen an der Obergrundstrasse nach.
Die besetzte Liegenschaft Obergrundstrasse 101. (Bild: Robert Bachmann)

Die besetzte Liegenschaft Obergrundstrasse 101. (Bild: Robert Bachmann)

Der Abbruch eines schützenswerten Gebäudes in der Schutzzone B sei nur ausnahmsweise und aus zwei Gründen möglich: wenn eine Sanierung aus technischen Gründen nicht möglich sei oder aus wirtschaftlichen Gründen unverhältnismässig wäre. Das hält die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung vom Donnerstag fest.

Zudem dürfe ein Gebäude in Schutzzonen erst abgebrochen werden, wenn ein bewilligtes Neubauprojekt vorliege. Die städtebauliche und architektonische Qualität des Neubaus müsse dabei sichergestellt sein.

Die Villen sind keine Einzelfälle

Die beiden leerstehenden Villen an de Obergrundstrasse hatten beide schon ungebetene Bewohner erhalten: Vor einem Jahr war die Villa mit der Hausnummer 99 besetzt worden. Diese Villa soll nach dem Willen der Besitzer abgebrochen werden. Anfang April rollten Hausbesetzer an der Nachbarsvilla des gleichen Besitzers, der Nummer 101, ihre Transparente aus.

Gemäss Mitteilung des Stadtarchitekts gibt es vereinzelt Gesuche für den Abbruch schützenswerter Gebäude in de Schutzzone B. Seit 2010 seien bei der Stadt zwölf solche Gesuche eingegangen. Aktuell seien sieben Geschäfte in Bearbeitung.

Als mit Abstand grösstes Beispiel für den Abbruch von Gebäuden in der Schutzzone B nennt der Stadtarchitekt die neue Siedlung Himmelrich III der Baugenossenschaft ABL. Der einzige Fall in der Altstadt und damit in der Schutzzone A sei der geplante Neubau am Kapellplatz 4.

Interpellation gegen das Verlottern

Vor knapp einer Woche waren Besetzer in eine leer stehende Liegenschaft an der Obergrundstrasse in Luzern eingedrungen, am Mittwoch räumte die Polizei das besetzte Haus. Die Gruppierung namens "Gundula" hatte bereits vor einem Jahr die Nachbarsvilla besetzt. Beide Grundstücke gehören gemäss Grundbuch der Bodum Invest AG in Triengen. Die Besetzer forderten mehr Freiräume und warfen der Eigentümerin vor, die Villen zerfallen zu lassen.

Die SP reichte dazu im Stadtparlament eine Interpellation ein. Sie will vom Stadtrat wissen, welche Mittel er zur Verfügung hat, um das Verlottern von Häusern zu verhindern. In einem dringlichen Postulat fordert sie weiter, dass Räumungen von besetzten Häusern nur noch dann erlaubt sein sollen, wenn klar ist, wie das Gebäude künftig genutzt wird.

sda/cv

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