STADT LUZERN: Handykosten laufen aus dem Ruder

Mitarbeiter der Stadt Luzern telefonieren für bis zu 800 Franken im Monat. Bezahlen müssen sie dafür aber nicht, denn oftmals gehen die Gebühren zu Lasten der Stadt.

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HTC Magic (links) und iPhone. (Bild Manuela jans/Neue LZ)

HTC Magic (links) und iPhone. (Bild Manuela jans/Neue LZ)

Bei der Stadt Luzern bekommen Kaderleute und ausgewählte Mitarbeiter iPhones und HTCGeräte als Geschäftshandys – ohne Limite. Rund 215 Smartphones und 115 Handys gemäss einem internen Dokument im Einsatz. Wie Blick am Abend berichtet, sind die Gesprächs- und Verbindungskosten wesentlich höher als erwartet. Und so kam es vor, dass in einzelnen Fällen Mobilekosten von 500 bis 800 Franken im Monat zu Lasten der Stadt angefallen sind.

Bei der Stadt Luzern wird auf Eigenverantwortung gesetzt. Mit der Eingabe eines Codes werden die Kosten für Privatgespräche den Abo-Inhabern von der Swisscom direkt in Rechnung gestellt. Allerdings wird diese Kostenteilung nicht von allen Anwendern konsequent durchgeführt. «Die Gesprächskosten gehen so zu Lasten der Stadt Luzern», heisst es im Dokument, das Blick am Abend vorliegt.

Und ausgerechnet im Ausland, wo die Tarife höher sind, funktioniert der Code aus technischen Gründen nicht. Weder auf Geschäftsreisen, noch in den Ferien. «In diesem Fall zählen die Mitarbeitenden die Gebühren zusammen und erstatten sie zurück», sagt Thomas Ingold, Bereichsleiter Logistik/Administration. Doch auch diese Gesprächskosten werden nicht von allen Anwendenden konsequent in die Abteilungskasse zurückbezahlt.

Die Stadt Luzen hat nun Massnahmen getroffen: Es gibt keinen privaten Freibetrag, längere Auslandstelefonate soll man via Festnetz führen – und EMails darf man nur im Notfall lesen.

zim