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STADT LUZERN: Hundefreilaufzone wird später realisiert

Nächsten Frühling soll auf der Wiese beim Richard-Wagner-Museum die Leinenpflicht für Hunde aufgehoben werden. Die Opposition formiert sich bereits – von beiden Seiten.
Am Tribschenhorn will die Stadt Luzern eine Freilaufzone für Hunde einrichten. (Bild: Roger Gruetter (Luzern, 28. September 2017))

Am Tribschenhorn will die Stadt Luzern eine Freilaufzone für Hunde einrichten. (Bild: Roger Gruetter (Luzern, 28. September 2017))

Nebst der Hundefreilaufzone auf der Allmend und am Churchill-Quai soll eine dritte im Gebiet Tribschenhorn beim Richard-Wagner-Museum errichtet werden. Wie die Stadt Luzern nun mitteilt, ist die Eröffnung auf Frühling 2018 vorgesehen, vorerst als zweijähriges Pilotprojekt. Zwar gilt dort Leinenpflicht, doch in der Praxis wird diese bekanntlich nicht eingehalten.

Jetzt will die Stadt klare Verhältnisse schaffen. Geplant ist, auf einem Teil der Wiese eine Freilaufzone von 5000 Quadratmetern einzurichten. Ursprünglich sollte die Zone bereits diesen Herbst eröffnet werden. Zur Verzögerung kommt es, weil ein Baugesuch eingereicht werden muss. Das war bei den beiden anderen Freilaufzonen nicht nötig. Cornel Suter, Leiter Stadtgärtnerei Luzern, erklärt: «Beim Tribschenhorn wird ein neues Wegnetz gestaltet, und ein Teil des Areals befindet sich im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler. Dieses unterliegt besonderen Bestimmungen.» Das Baugesuch wird nächste Woche aufgelegt.

Kosten von 6000 Franken

Die Freilaufzone, die etwa ein Fünftel der gesamten Wiese ausmachen wird, soll mit einem Drahtzaun, mit Büschen oder mit einem flachen Graben mit Wildsträuchern abgegrenzt werden. Im Innern gibt es einen Kiesrundweg sowie Parkbänke. Die Kosten der Freilaufzone beziffert Suter mit an die 6000 Franken: «Die Gestaltung und Ausführung übernimmt die Stadtgärtnerei in Eigenleistung. Die nötigen Maschinen sind auch vorhanden.»

Suter steht der Realisierung positiv gegenüber. Denn die Auswertungen zur Freilaufzone am Churchill-Quai, die ebenfalls als Pilotprojekt läuft, seien aus Sicht der Stadt und der Luzerner Polizei bisher positiv ausgefallen. Weniger positiv sieht es der Quartierverein Tribschen-Lan­gen­sand. Er fordert Projektanpassungen, wie Vizepräsident Heinrich Bachmann sagt. «Wir akzeptieren eine Freilaufzone, aber nicht eine, die direkt bis zum See verläuft.» Konkret fordert der Verein einen Seezugang für Hunde, der klar getrennt vom Fussweg ist und diesen nicht kreuzt. Bachmann: «Das ist nötig, damit sich Spaziergänger, Jogger und Hunde nicht in die Quere kommen.» Die Stadt Luzern sei aber nicht auf ihre Wünsche eingegangen, kritisiert er. Ob sie gegen das Projekt Einsprache erheben werden, sei noch nicht entschieden.

Anpassungswünsche gibt es auch auf der anderen Seite: Pro Hund, eine lose Gruppierung von Hundehaltern, fordert von der Stadt eine liberalere Haltung. Sie fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt. Pius Mahnig: «Die Fläche ist uns zu klein. Wir möchten auch ausserhalb der Zone Hunde unter Kontrolle von der Leine lassen können, und zwar ohne Androhung von Bussen.» Deshalb will Pro Hund Anfang Oktober eine Petition einreichen.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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