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STADT LUZERN: Idee einer Stadt-Metro wird wiederbelebt

Ein ungewöhnlicher Schulterschluss von Linken, FDP und SVP bringt die Idee der Schwanenplatz-Metro wieder auf den Tisch.
So haben sich die Initianten der Metro ihr Gefährt vorgestellt. (Bild: Visualisierung PD)

So haben sich die Initianten der Metro ihr Gefährt vorgestellt. (Bild: Visualisierung PD)

Die Idee tauchte vor einigen Jahren von privaten Initianten auf: eine unterirdische Bahnverbindung zwischen dem Schwanenplatz und einem neuen Parkhaus bei der Autobahn im Gebiet Reussegg. Der Stadtrat lehnte die Idee schon früh ab. Mit der blockierten Debatte ums Parkhaus Musegg könnte die Metro aber plötzlich wieder aktuell werden. Am Donnerstag hat das Stadtparlament ein Postulat zum Thema überwiesen. Der Stadtrat muss die Metro-Idee nochmals prüfen. Das Postulat von SP, Grünen und GLP wurde von allen Parteien mit Ausnahme der CVP unterstützt.

Vor allem SVP und GLP hatten nie ein Geheimnis um ihre Sympathien für die Metro gemacht. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Linken und Bürgerlichen wirklich vom selben Projekt reden. Denn das von Privaten initiierte Metro-Projekt sieht nicht nur eine unterirdische Schnellbahn zum Schwanenplatz vor, sondern auch ein riesiges Parkhaus mit 2500 Plätzen.

Strecke ins ÖV-Netz integrieren

Von einem Parkhaus ist denn auch im Postulat von SP, Grünen und GLP keine Rede. Vielmehr geht es um die Vision einer unterirdischen S-Bahn, welche durchaus nicht nur eine Strecke bedienen, sondern ins bestehende ÖV-Netz eingebunden werden soll und diverse Quartiere der Stadt und der Agglomeration erschliessen könnte. SP-Fraktionschef Nico van der Heiden bestätigte, dass er vom «offiziellen» Metro-Projekt nicht viel hält. Dieses sei ein «misslungenes privates Projekt». Vielmehr solle der Stadtrat selber Ideen für eine unterirdische Schnellbahn entwickeln. Dass dieser eine Metro grundsätzlich ablehnt, ist für Grünen-Fraktionschefin Korintha Bärtsch unverständlich. Auch Reto Kessler (FDP) fand, es gebe keinen Grund für ein «Denkverbot».

Anders tönte es bei der CVP. Roger Sonderegger gab die enormen Kosten zu bedenken und verwies auf Lausanne, wo eine Metrolinie über 700 Millionen Franken kostete. Kritisch gegenüber einer Metro ist übrigens auch die Luzerner Kantonsregierung, wie eine FDP-Anfrage im Kantonsrat zeigte. Die Regierung befürchtet eine Verlagerung vom ÖV auf den Autoverkehr. (rk)

Grosser Stadtrat: Das war die Debatte vom 16. November

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