Stadt Luzern
Im letzten Jahr wurden mehr Menschen eingebürgert

Im Berichtsjahr 2020 wurden 238 Einbürgerungsgesuche behandelt. Die Spitzenreiter ist Deutschland ‒ mit grossem Abstand.

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(zgc) Die Einbürgerungskommission der Stadt Luzern hat im vergangenen Jahr 238 Einbürgerungsgesuche behandelt. Laut einer Mitteilung sind das 15 weniger als noch im Vorjahr (253). Insgesamt 331 Personen wurde dabei das Luzerner Stadtbürgerrecht zugesichert (Vorjahr 317).

Gegenüber 2019 hat die Einbürgerungskommission weniger Gesuche sistiert, nämlich lediglich 12 Gesuche mit 20 Personen (Vorjahr 43 Gesuche mit 69 Personen). Abgelehnt wurde im Berichtsjahr kein Einbürgerungsgesuch.

Die meisten eingebürgerten Personen 2020 stammen aus Deutschland (139), gefolgt von Kosovo und Serbien (je 18). «Hier ist festzustellen, dass es im vergangenen Jahr deutlich weniger Einbürgerungen von Personen aus Ländern wie dem Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien oder Sri Lanka gab. Dafür nahm im Gegenzug der Anteil eingebürgerter Personen insbesondere aus Deutschland markant zu», schreibt die Stadt Luzern in der Mitteilung weiter.

Sie führt diese Entwicklungen auf zwei Gründe zurück; einerseits die verschärfte eidgenössische Einbürgerungsgesetzgebung ‒ seit dem 1. Januar 2018 können sich nur noch Personen einbürgern lassen, die eine Niederlassungsbewilligung besitzen, über gute Sprachkenntnisse verfügen und ihre Lebenskosten eigenständig bestreiten können. Andererseits behandelte die Einbürgerungskommission eine grosse Anzahl von Gesuchen von «sehr qualifizierten Personen» aus Deutschland.

Wie sich die Zahlen verändern werden, ist noch unklar

Wie sich folgende Neuerung auf die Einbürgerungszahlen auswirken wird, ist laut der Stadt noch offen: Seit dem 1. Januar 2021 müssen Kinder, die im Gesuch eines Elternteils einbezogen sind, sowie Jugendliche und junge Erwachsene, die bei Gesuchseinreichung jünger als 25 Jahre alt sind, keine städtische Einbürgerungsgebühr mehr bezahlen. Dieser Änderung stimmte der Grosse Stadtrat am 12. November 2020 zu.

Per 31. Dezember 2020 waren 229 Gesuche pendent (Vorjahr 263). Nachdem deutlich mehr Gesuche im Berichtsjahr abschliessend behandelt wurden, wird dies in der Konsequenz auch helfen, Gesuche in Zukunft noch effizienter und zügiger behandeln zu können.

Gründe für die Sistierung der Einbürgerungskommission

  • Mangelnde Deutschkenntnisse
  • Mangelnde staatsbürgerliche Kenntnisse
  • Mangelnde strukturelle Integration
  • Ungenügendes Einkommen, um die Lebenskosten zu decken
  • Nichtbeachten der schweizerischen Rechtsordnung
  • Eintrag im Strafregister
  • Steuerschulden
  • Offene Betreibung / Verlustscheine