STADT LUZERN: Im Reusswehr klafft eine riesige Lücke

Ein Viertel der 3,5 Meter langen Nadeln beim Reusswehr ging buchstäblich den Bach runter. Droht nun eine neue Überschwemmung?

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Die Lücke im Reusswehr ist unübersehbar. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Lücke im Reusswehr ist unübersehbar. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ein 41-jähriger Luzerner sah am frühen Donnerstagnachmittag in Buchrain plötzlich «jede Menge der nagelneuen Wehrnadeln vorbeischwimmen.» Ein Blick auf das Reusswehr in Luzern bestätigt die Aussage: Beim Längswehr der Anlage, die bis im nächsten Frühling für 22,8 Millionen Franken fertig ausgebaut sein soll, klafft bei den Nadeln eine 20 bis 30 Meter lange Lücke. «100 bis 120 Nadeln wurden um die Mittagszeit herum weggeschwemmt», sagt Mario Koksch von der kantonalen Dienststelle Verkehr und Infrastruktur. «Wie sich jetzt gezeigt hat, waren die Nadeln nicht hinreichend gesichert.»

Besteht nun Grund zur Sorge, falls der Seepegel weiter steigen sollte? Koksch winkt ab: «Es handelt sich keineswegs um einen dramatischen Zustand.» Die kleine Lücke sei «marginal». Auch bei einem Kahlschlag aller Längswehr-Nadeln wäre die Situation ihm zufolge nicht problematisch geworden. «Das Längs- trägt im Vergleich zum Stirn- und zum Seitenwehr lediglich einen sehr geringen Teil zur Regulierung des Wasserstroms bei.»

Dave Schläpfer

Den ausführlicen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.