STADT LUZERN: Im Tunnel an Luzern vorbei: Astra projektiert

Das Bundesamt für Strassen hat ein generelles Projekt für den Bypass Luzern ausgelöst. Das Projekt soll rund 1,7 Milliarden Franken kosten. Die Stadt verlangt ein Mitspracherecht.

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Der Stau in der Stadt Luzern soll dank dem Bypass-Tunnel umfahren werden können. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Stau in der Stadt Luzern soll dank dem Bypass-Tunnel umfahren werden können. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Bund und der Kanton Luzern haben in Zusammenarbeit unterschiedliche Linienführungen für die Erweiterung des Nationalstrassennetzes im Raum Luzern untersucht. Wie es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Strassen (Astra) heisst, wird nun eine kurze Bypasslösung mit einem 2-röhrigen Tunnel und je zwei Fahrbahnen auf einer Länge von 4,5 Kilometern herauskristallisiert.

Der Tunnel des Bypasses ist zwischen der Verzweigung Rotsee im Norden und dem Anschluss Luzern-Kriens im Süden mit einer Unterquerung der Reuss vorgesehen.

Sechs Spuren im Norden von Luzern
Ebenfalls Bestandteil dieses generellen Projekts ist der 6-Spur-Ausbau im Norden von Luzern zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain sowie die südliche Fortsetzung des Bypasses mit einem dritten Fahrstreifen zwischen der Verzweigung Lopper und dem Anschluss Horw in Richtung Norden.

Es sollen unter anderem die Machbarkeit, die Umweltverträglichkeit und die Kosten detailliert darlegt werden. Das Projekt muss laut Astra dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt werden.

«Zwar nötig» aber nicht finanzierbar
Noch sind laut Astra aber keine definitiven Entscheide gefallen. Die Massnahmen Bypass und Erweiterung Nord würden rund 1,7 Milliarden Franken kosten und sind Teil des Moduls 3 des Programms «Engpassbeseitigung» des Bundes. Für das Programm haben die eidgenössischen Räte 5,5 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt. Das Modul 3 umfasst Projekte, die «zwar nötig», im Rahmen der 5,5 Milliarden aber nicht finanzierbar seien.

Voraussichtlich Ende 2013 soll die Programmbotschaft vorliegen. Danach entscheiden die eidgenössischen Räte über die Realisierung der Projekte in den Modulen 2 und 3.

Zufriedenheit beim Kanton
Im Kanton Luzern wird laut Astra die Auslösung des generellen Projekts für den Bypass Luzern «mit grosser Freude zur Kenntnis genommen». Der Luzerner Regierungsrat Max Pfister, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, werte den Entscheid des Astra «als wichtiges Etappenziel für den Bypass Luzern».

Der Luzerner Stadtrat lässt in einer Mitteilung verlauten, dass er den Entscheid zur Kenntnis genommen habe. Allerdings werde erwartet, dass die Stadt Luzern in die Projektarbeiten einbezogen werden. Schliesslich sei der Bypass «Teil des Agglomerationsprogramms, zu dem sich der Stadtrat bereits mehrfach bekannt hat».

ana