STADT LUZERN: Indische Gäste sind bei den Hoteliers unbeliebt

Kochen auf den Zimmern und spezielle Badezusätze: Inder machen einigen Hoteliers das Leben schwer. Diese haben Wege gefunden, die Kundschaft zu umgehen.

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Indische Gäste machen es den Luzerner Hoteliers nicht leicht. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Indische Gäste machen es den Luzerner Hoteliers nicht leicht. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Die indischen Gäste seien «nicht die einfachsten», sagen die Direktoren und Angestellten mehrerer Luzerner Hotels einhellig. Ursache des harschen Urteils: Längst nicht alle Inder seien vertraut mit den hiesigen Umgangsformen in den Hotels. So gebe es indische Gäste, die auf ihren Hotelzimmern oder auf Parkplätzen ihr Essen zubereiten. Ebenfalls für Probleme sorgen «Nägeli»-Zigaretten, die gerne von Indern geraucht werden. Der Geruch der Glimmstängel sei so penetrant, dass die Zimmer danach tagelang nicht mehr an andere Gäste vermietbar seien, moniert der Hoteldirektor eines 5-Sterne-Betriebs.

Täuschungsmanöver
Der Luzerner Hotelier hat nun die Notbremse gezogen. «Wenn wir eine Wahl haben, bevorzugen wir Gäste aus anderen Ländern.» So würden indische Besucher abgewimmelt, indem ein ausgelasteter Hotelbetrieb vorgeschoben oder die Preise angehoben werden, um das Übernachtungsangebot unattraktiver zu machen.

Der Luzerner Tourismus-Direktor Marcel Perren relativiert die Situation und beschwichtigt: «Man sollte die Probleme mit indischen Gästen nicht überbewerten.» Nur ein kleiner Prozentsatz dieser Gästeschaft verursache «ab und zu Unannehmlichkeiten», so Perren.

Noémie Schafroth

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.