Stadt Luzern
Initiative für Velonetz zurückgezogen – trotzdem kommt es zu einer Abstimmung

Pro Velo lässt sein Begehren für ein 20 Kilometer langes Netz an breiten Velorouten zugunsten des stadträtlichen Gegenvorschlags fallen.

Stefan Dähler
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Der Veloweg an der Bahnhofstrasse.

Der Veloweg an der Bahnhofstrasse.

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 1. September 2021)

Die Organisation Pro Velo Luzern zieht die Volksinitiative «Luzerner Velonetz jetzt!» zurück. Der städtische Gegenvorschlag verspreche rasche Verbesserungen für die Velofahrenden in der Stadt Luzern, teilt Pro Velo mit.

Die Initiative verlangte ein 20 Kilometer langes, zusammenhängendes Netz von Velobahnen, die mindestens 2 Meter breit sind. Der Velo- sollte vom Fuss- und Autoverkehr getrennt geführt werden. Dem Stadtrat ging das zu weit. Nicht mal das Freigleis würde diese Anforderungen erfüllen. Stattdessen erarbeitete er einen Gegenvorschlag mit dem Ziel, innerhalb von zehn Jahren ein 27 Kilometer langes Veloroutennetz zu realisieren. Dafür ist ein Sonderkredit von 19,53 Millionen Franken nötig. Dabei soll, wo nicht anders möglich, auch Mischverkehr erlaubt sein. Als Mindestbreite sind pro Fahrtrichtung 1,8 statt 2 Meter vorgesehen. Dieser Gegenvorschlag wurde im Dezember vom Grossen Stadtrat gutgeheissen.

Trotz des Rückzugs der Initiative wird es zu einer Volksabstimmung über den Gegenvorschlag kommen, voraussichtlich am 15. Mai. Sonderkredite ab 15 Millionen Franken unterliegen dem obligatorischen Referendum, wie die Stadtkanzlei auf Anfrage mitteilt.

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